Weil der FC Großdechsendorf das Spitzenspiel der Fußball-Kreisklasse 1 gegen die "Spieli"-Reserve gewann, kann sich der TSV Vestenbergsgreuth für seinen Last-Minute-Sieg gegen Wimmelbach nichts kaufen. Acht Punkte auf Platz 2 bei noch acht ausstehenden Partien aufzuholen scheint unwahrscheinlich. In der A-Klasse 1 hätte es der erhoffte Lichtblick im Kampf um den Klassenerhalt werden können. Doch die Reserve des ASV Niederndorf II vergab gegen Spardorf beste Gelegenheiten, brachte sich durch ein Eigentor um Zählbares und verpasste es so, die Abstiegsränge zu verlassen.

Kreisliga 1 ER/PEG: TSV Röttenbach - DJK Eggolsheim 5:1

Die mit zwei Unentschieden zuletzt schwächelnden Röttenbacher hatten über Nacht die Tabellenführung an den SV Tennenlohe abgeben müssen, der sich am Samstag mit 4:0 gegen die Jahn-Reserve durchgesetzt hatte. "Mehr Druck haben wir dadurch nicht gespürt", versichert TSV-Coach Joachim Müller. "Es sind ja noch ein paar Spiele und mit dem direkten Duell haben wir es in der eigenen Hand", erklärt Müller. Winter-Neuzugang René Schrettenbrunner (12.) und Sebastian Eckel (24.) stellten die Weichen rasch auf Heimsieg. "Zehn Minuten vor bis 15 Minuten nach der Pause haben wir aus unerklärlichen Gründen den Faden verloren", kritisierte Müller. Ralph Turnwald nutzte die Röttenbacher Schwächephase zum Anschlusstreffer, als eine Abwehraktion der Gastgeber misslang (50.). Ein Foulelfmeter von Stephan Baumüller (70.) brachte den TSV zurück in die Spur, ehe Manuel Kilger (78.) und Sebastian Gambel (88.) den Deckel drauf machten.

TSV Vestenbergsgreuth - DJK Wimmelbach 1:0

90 Minuten lang hielt der Wimmelbacher Abwehrriegel stand, wobei es in der ersten Halbzeit nicht viel zu verteidigen gab. Erst nach der Pause hatte die Heimelf mehr Spielanteile, fand aber kaum ein Durchkommen. "Wir haben den Gegner zum Verzweifeln gebracht", erzählt Reinhard Marsching. Selbst die Gastgeber und einige Zuschauer seien der Ansicht gewesen, dass die DJK ein Remis verdient gehabt hätte. Christian Fürstenhöfer war das egal, als er den Ball in der 91. Minute von der Strafraumgrenze aus in den Torwinkel jagte. Der Gästetrainer ärgerte sich weniger über den Zeitpunkt als über das Zustandekommen: "Unser Abwehrspieler Oliver Wölker will den Ball rausköpfen, wird aber mit Anlauf weg gecheckt." Der Schiedsrichter soll gut gestanden haben, pfiff aber nicht. "Dass er grundlos sieben Minuten nachspielen lässt, zeigt aber, dass er ein schlechtes Gewissen hatte", glaubt Marsching.

A-Klasse 1 ER/PEG: ASV Niederndorf II - VdS Spardorf 0:1

"Uns hat heute einfach das nötige Glück gefehlt", fasste ASV-Spielleiter Thomas Seeberger die Partie zusammen. Dabei hatte die abstiegsgefährdete Heimelf von Beginn an alles auf Sieg gesetzt. Sie erspielte sich in Hälfte 1 oftmals gute Chancen, doch letztlich fehlte immer ein Quäntchen Glück zum Führungstor. Entweder waren die Spieler im Abschluss zu unkonzentriert, rettete das Aluminium oder war Torwart Wolfgang Joa zur Stelle. Auch in der Defensive ließen die gut organisierten Niederndorfer kaum etwas zu. Zum Entsetzten vieler Zuschauer benötigte Spardorf aber nur eine Torchance, um die Führung zu erzielen. Ein Querpass in den Strafraum fand aber nicht einen Gästestürmer, sondern vielmehr Michael Nagel, der den Ball durch eine verunglückten Rettungsaktion im eigenen Tor unterbrachte (58.). Doch zeigte die Mannschaft danach die im Abstiegskampf wichtige Moral und erarbeitete sich weitere fünf Chancen, war aber nicht in der Lage, den Ausgleich zu erzielen. Schließlich blieb es bei der unverdienten Heimniederlage und der ASV verpasste damit den dringend benötigten Befreiungsschlag. "Jetzt müssen wir eben im nächsten Auswärtsspiel drei Punkte holen", zeigte sich Seeberger nach dem Abpfiff dennoch kämpferisch.