SpVgg Heßdorf - SV Schwaig 2:3

Es fing schon nicht gut an für die Heimelf: Nach drei Minuten lag sie hinten, als Zittings Distanzschuss aus 25 Metern im Netz landete. Doch die SpVgg zeigte sich wenig geschockt, agierte nach vorn und wurde belohnt: Gumbrecht markierte nach Flanke von Max Müller den 1:1-Ausgleich (16.). Und gleich im Anschluss erhöhte Max Müller auf 2:1, wobei der Ball mehr ins Tor kullerte (17.). Jetzt führten die Mannen von Trainer Joachim Schwarz. Beide Teams lieferten sich vor 120 Zuschauern einen offenen Schlagabtausch. Dann gab es Tumult im Strafraum: Zwei Heßdorfer kämpften um den Ball, Schiedsrichter Kleemann (VfL Treuchtlingen) sah ein Foul und entschied auf indirekten Freistoß. Diesen nutzten die Gäste zum 2:2 durch Bauer (25.), der den Ball um die Mauer auf der Torlinie ins lange Eck zog. Kurz vor der Halbzeit ging Schwaig mit 3:2 in Führung, als Gabel einen Abstimmungsfehler in der Abwehr eiskalt nutzte.

Nach der Pause merkte man den Heßdorfern an, dass sie zumindest einen Punkt holen wollten. Leist setzte sich auf der linken Seite durch, passte auf Max Müller, der wieder auf Leist, doch der traf im Abschluss nur an die Latte (62.). Zehn Minuten später jubelten viele Fans zu früh, denn Gumbrechts Schuss wurde noch auf der Linie geklärt (72.). Die Heimelf warf jetzt alles nach vorn und attackierte das gegnerische Tor. Nach einem Foul an Leist versuchte es Max Müller mit einem Freistoß, der aber in die Wolken ging (80.). Sebastian Hofmann setzte sich wenig später im gegnerischen Strafraum durch, wurde aber vom Keeper gestoppt - hier hätte es Freistoß, wenn nicht sogar Elfmeter geben müssen (84.). In der vierminütigen Nachspielzeit kam noch einmal Hektik auf: Ein Freistoß von Linsenmeyer wurde zur Ecke geklärt, die aber nichts einbrachte, und mit dem Schlusspfiff gab es eine weitere umstrittene Szene: Tobias Gumbrecht wurde vom herauseilenden Torwart Saß zu Fall gebracht, der zurecht "Rot" sah (94.). Doch zum Unmut aller Heßdorfer hatte der Schiedsrichter die Notbremse nicht im Strafraum gesehen. Während Gumbrecht, der sich wahrscheinlich eine schwere Rippenprellung zugezogen hat, intensiv behandelt wurde, gab es also nur Freistoß. Doch der SpVgg blieb der Ausgleich verwehrt.


Baiersdorfer SV - ASV Zirndorf 2:1

Die erste Hälfte war geprägt von gegenseitigem Respekt und konsequentem taktischen Verhalten. Beide Abwehrreihen ließen während der gesamten 45 Minuten keine Torchance des Gegners zu. Einzig Günther hatte eine kleine Möglichkeit, wurde aber rechtzeitig geblockt. In so einem Fall sagt man dann: Ein Tor würde dem Spiel gut tun. Dies schienen auch die beiden Trainer in der Halbzeit angesprochen zu haben, denn von Anpfiff weg war deutlich mehr Feuer drin. Und das mit dem Tor klappte dann auch recht schnell - aus Baiersdorfer Sicht leider auf der verkehrten Seite. Die BSV-Abwehr konnte zweimal nicht gut klären, der ASV schaltete schnell und brachte Köhnlein in Position, der sich die Chance nicht nehmen ließ.

Doch dieser Gegentreffer gab komischerweise den Hausherren mehr Auftrieb, denn nur kurz danach hätte Pilz ausgleichen können, scheiterte jedoch an der Fußabwehr von Lösel. Dann wurde Bajric gefoult, und es gab folgerichtig Elfmeter. Doch Cescutti schoss kläglich, und Lösel parierte locker. Kurz darauf machte der Elfer-Fehlschütze Platz für Faßold - BSV-Trainer Wolff wechselte den Sieg ein. Denn kaum auf dem Feld spielte Faßold einen herrlichen Doppelpass mit Günther und spitzelte das Leder am herausstürzenden Lösel vorbei ins Tor zum verdienten Ausgleich (60.). Die Gastgeber blieben weiter am Drücker und gingen acht Minuten später in Führung. Günther narrte kurz hinter der Mittellinie zwei Abwehrspieler durch eine Körpertäuschung, zog auf und davon und blieb auch vor Lösel cool. Eine Viertelstunde vor Schluss hätte Faßold seine überragende Leistung beinahe mit einem Traumtor gekrönt, sein Schlenzer aus 16 Metern klatschte an die Unterkante des Lattenkreuzes. Zirndorf probierte in der verbleibenden Zeit alles, um auszugleichen, Chancen gab es aber keine mehr. rh