David Herzog kehrt als Sieger vom Wako-World-Cup im Kickboxen in der Innsbrucker Olympiahalle zurück nach Pommersfelden. In der Gewichtsklasse bis 69 Kilogramm war Herzog nicht zu schlagen, steigerte sich von Runde zu Runde und verdiente sich so den Erfolg bei den "Austrian Classics".
Das Turnier, das ein Gradmesser für die bevorstehende Weltmeisterschaft im September in Bratislava ist, war mit 1702 Kämpfern bestens besucht. Die Kickbox-Elite aus vielen Ländern gab sich ein Stelldichein. Jeder Fight war ein Finalkampf. Gefordert war höchste Konzentration, Kondition, Schnelligkeit und Härte von Anfang an.
David Herzog bestritt zunächst erste Kämpfe im Teamfight als Mitglied des WOK-Teams. Die Mannschaft schlug sich bis ins Finale durch, wo sie dann dem Best-Fighter-Team aus Italien mit vier Punkten unterlag, sich aber über einen verdienten zweiten Platz freute.
Tags darauf ging es dann in den Einzelkämpfen zur Sache. Herzog startete erst am Abend mit seinem ersten Kampf. Danilo Mancari aus der Schweiz mühte sich in einem ruhigen Fight vergeblich gegen den Pommersfeldener. In Runde 2 wartete Can Cyan aus Österreich, der mit schnellen Fäusten Druck machen wollte. Dies gelang jedoch nicht, da David Herzog mit schnellen Kicks ihn auf Distanz hielt, um dann selbst mit den Fäusten zu punkten.

Herzog bleibt seiner ruhigen Linie treu


Die erste richtig hohe Hürde stellte der Tscheche Jan Seba dar, der Herzog schon einmal besiegt hatte. Mit großem Selbstbewusstsein standen sich die beiden Kontrahenten gegenüber und lieferten einen Kampf auf höchstem Level. Mit der Zeit wurden die Konter des Tschechen aber immer unpräziser und Herzog drückte seinen Gegener mit klaren Treffern immer weiter in die Defensive. Das kostete Seba einige Punkte, was Herzog zu dem wichtigen Sieg verhalf.
In der nächsten Runde traf David Herzog auf einen flinken und erfahrenen Ungarn, der von Anfang an Druck machte und seinem Gegenüber seinen Kampfstil aufzuzwingen wollte. Doch das Gegenteil war der Fall, weil Herzog seine ruhige Linie nie aufgab. Einige schmerzhafte Treffer auf der linken Seite waren schließlich ausschlaggebend dafür, dass der Ungar kurz vor Schluss zu Boden musste und Herzog den Einzug ins Finale feiern durfte.
Hier wartete Daniele Farina aus Italien, gegen den Herzog bei der WM vor vier Jahren in Neapel verloren hatte. Es galt also , eine offene Rechnung zu begleichen. Herzog startete offensiv und überraschte Farina. Der Italiener kämpfte sich zwar wieder zurück, doch Herzog konterte clever, ließ den Gegner immer wieder ins Leere laufen und beendete den Kampf mit einem Kick zum Kopf und einen knappen aber verdienten Sieg.