Bereits in die siebte Saison am Stück in der Kreisklasse 3 ER/PEG geht der FC Betzenstein in diesem Spieljahr, auch davor war der FCB über Jahrzehnte kreisklassig und will dieses Niveau gerne halten. Dementsprechend lautet das Saisonziel von Trainer Norbert Hartmann in diesem Jahr Nichtabstieg. Nebenbei steht der Übungsleiter aber auch seinem Herzensverein und Ligakonkurrenten aus Bieberbach tatkräftig zur Seite.

Wer hat Sie angespielt?

Norbert Hartmann: Mich hat Christopher Schraml angespielt, er trainiert den SC Kühlenfels, in dessen erster Mannschaft mein Sohn André spielt.

Nach zwei Unentschieden und einer Niederlage zum Start: Was ist für den FC Betzenstein in dieser Saison drin? Kämpft der Kreisklassen-Dino erneut (mehr oder weniger) ums Überleben?

Der FC Betzenstein soll und wird weiterhin der Kreisklassen-Dino bleiben. Das ist zwar kein Selbstläufer - man bedenke nur den HSV als ehemaligen Bundesliga-Dino - und erfordert Spiel für Spiel, dass wir unsere Leistungsgrenze erreichen und uns hundertprozentig engagieren. Unser Kader hat jedoch in der neuen Saison an Qualität und darüber hinaus Flexibilität in der Breite gewonnen. Das wird sich, so hoffe ich, in den Ergebnissen widerspiegeln. Ich halte die Kreisklasse 3 in diesem Jahr für sehr ausgeglichen. Bis auf zwei, drei Teams, die vorneweg marschieren dürften, begegnen sich alle Mannschaften auf ähnlichem Niveau. Uns erwartet eine spannende und reizvolle Saison mit vielen interessanten Derbys.

Verfolgen Sie als langjähriger Kühlenfelser die Partien des SCK oder bleibt dafür neben der Trainertätigkeit in Betzenstein und dem Amt als Kassier beim SV Bieberbach keine Zeit mehr?

Ich bin gebürtiger Bieberbacher, wohne aber seit über 27 Jahren in Kühlenfels. Daher verfolge ich natürlich mit großem Interesse den Weg des SCK, wo mein Sohn André mit voller Leidenschaft die Fußballschuhe schnürt. Wenn sich die Möglichkeit bietet, schaue ich direkt zu. Dazu kommt mein Engagement bei meinem Heimatverein, dem SV Bieberbach, in dem ich seit nahezu drei Jahrzehnten als Kassier tätig bin. Leider bieten sich nur wenige Möglichkeiten, auch hier Spiele live zu verfolgen. Zweimal in der Saison kreuzen sich jedoch zwangsläufig sportlich unsere Wege, wenn wir in der KK 3 gegeneinander antreten (müssen).

Welche mittel- und langfristigen Ziele verfolgen Sie mit dem FC Betzenstein? Wie weit im Voraus planen Sie überhaupt, beim FCB zu bleiben?

Mittelfristig wollen wir weiter unser spielerisches Potenzial nutzen und uns Schritt für Schritt verbessern. Das gelingt vor allem leichter, wenn wir möglichst frühzeitig entsprechende Punkte auf dem Konto haben und somit erst gar kein Abstiegsdruck entsteht. Ansonsten habe ich aktuell keinen Masterplan parat, wie es mit meinem Trainerengagement beim FCB langfristig weitergeht. Der Fußballsport ist recht schnelllebig, daher erscheint Vieles möglich.

An wen spielen Sie weiter?

Ich spiele gerne an Norbert "Bobby" Rückert weiter. Er war zu unserer erfolgreichsten Zeit beim SV Bieberbach mein (Spieler-) Trainer. An so manche Aussage vom Bobby erinnere ich mich noch heute und kann es in meine Trainertätigkeit einbringen. Er selbst ist zur Zeit nicht als Trainer tätig.