Ein sehr erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Bayernliga-Basketballerinnen der TS Herzogenaurach. Am Freitag schossen sie den Tabellenletzten Don Bosco Bamberg II mit 84:41 aus der Halle, am Samstag gewannen sie das Spitzenspiel gegen den vorherigen Tabellenersten aus Regensburg mit 89:60. Damit sind die Shorthorns nun als einziges unbesiegtes Team die Tabellenführerinnen der Bayernliga Nord.

Bayernliga Nord

TS Herzogenaurach - DJK Bamberg II 84:41

Die Geschichte des Spiels gegen Bamberg ist schnell erzählt: Vom Start weg übernahmen die Herzogenauracherinnen die Kontrolle und brachten die Partie souverän über die Bühne. Überragend war dabei Jana Ulbig, die mit ihrer Athletik und ihrem Spielwitz zwei Ligen besser als ihre Kontrahentinnen spielte und mit 25 Punkten die Topscorerin der Partie war.

Regensburg Baskets - TS Herzogenaurach 60:89

Am Folgetag war die Ausgangssituation eine andere, denn als Favoritinnen galten die Gastgeberinnen, die bis dato vor allem offensiv eine dominante Saison hingelegt hatten. Die Shorthorns setzten auf ihre Defensive, und auf diese konnten sie sich verlassen. Obwohl die TSH nicht den besten Start in Sachen Scoring hingelegte, unterband sie durch ihre starke Verteidigung die Bemühungen der Regensburgerinnen immer wieder und blieb so im Spiel. Nach fünf Minuten stand es 7:7. Im weiteren Verlauf spielte erneut Jana Ulbig groß auf und brachte ihr Team zur Viertelpause mit 22:14 in Front.

Im zweiten Viertel drehten die Herzogenauracherinnen auf: Regine Brox und Ricarda Schilling dominierten das Geschehen unter dem Korb, in der Defensive verzeichneten Annika Babler und Jana Sophie Distler etliche Ballgewinne. So bauten die Aurachstädterinnen ihren Vorsprung Minute für Minute aus und führten zur Halbzeitpause mit 47:29. Die Regensburgerinnen fanden kein Mittel gegen die druckvolle TSH-Defensive.

Die Herzogenauracherinnen fanden auch nach der Pause die freistehende Mitspielerin und schlossen deshalb hochprozentig ab. Nach dem dritten Abschnitt war das Spiel eigentlich schon entschieden (45:68). Im letzten Viertel versuchten die Oberpfälzerinnen alles, stellten auf eine Zonenverteidigung um, aber aber auch das meisterten die Shorthorns mit Bravour. Nach dem Sieg sind sie die großen Aufstiegsfavoritinnen.

"Wir sind extrem froh und glücklich, diese beiden Spiele gewonnen zu haben", sagt Trainer Martin Welke. Vor der Saison sei eigentlich ein Mittelfeldplatz als realistisches Ziel ausgegeben worden. "Umso erfreuter sind wir, dass wir jetzt da stehen, wo wir sind. Wir werden weiter konzentriert arbeiten und unser Bestes tun, damit wir ungeschlagen bleiben."