Unter Gesetzeshütern bleibt der Steilpass in dieser Woche, denn Markus Kern bringt seinen Polizei-Kollegen Armin Backert ins Spiel. Der 29-Jährige wechselte vor fünf Jahren aus der Bezirksoberliga in die A-Klasse, nur, um mit seinen Freunden zusammenspielen zu können. Für den Torhüter die beste Entscheidung seiner Fußballerkarriere.

Wer hat Sie angespielt?
Armin Backert: Markus Kern, der eigentlich nur Otto genannt wird. Wo der Spitzname herkommt, weiß ich aber nicht so genau. Als Fußballer kann ich ihn nicht einschätzen, aber er ist ein Typ, den man gern haben muss. Wir haben uns auf der Polizei-Fachhochschule kennen gelernt und mit Fußball hatten wir gleich ein Gesprächsthema. Momentan sind wir im Prüfungsstress, am Montag findet der letzte Test statt.

Wie sieht Ihr Laufweg aus?
Ich hab' mit sechs Jahren beim TSV Höchstadt mit dem Kicken angefangen und dort alle Jugendmannschaften durchlaufen. 2006 bin ich dann zur SpVgg Uehlfeld gewechselt, die damals noch Bezirksoberliga gespielt hat. Das war eine schöne Zeit, in der einige Freundschaften entstanden. Vor allem zu einigen Vestenbergsgreuthern, die in Uehlfeld kickten, weil es beim TSV zu dem Zeitpunkt ja keine Fußball-Mannschaft gab.
Als die Greuther sich dann aber entschlossen, wieder ein Team in der A-Klasse an den Start zu schicken, ist eine ganze Reihe dieser Kumpels zu ihrem Heimatverein zurück. Nach einem halben Jahr, im Februar 2008, bin ich ihnen gefolgt, um wieder mit ihnen zusammenspielen zu können. Und das war der richtige Schritt. Gleich im ersten Jahr sind wir als Meister in die Kreisklasse aufgestiegen und haben uns dort etabliert. Es gibt nichts Geileres, als in Greuth Fußball zu spielen. Die Stimmung ist toll, das Umfeld passt, das Stadion erinnert an die große Zeit und obwohl es nur ein kleines Dorf ist, ist die Resonanz richtig gut. Man fühlt sich wie in einer Familie und ich gehe hier auch nicht mehr weg. Beim TSV ist es einfach Bombe.

Wie ist die Saison bisher gelaufen und was erwarten Sie vom Rest der Rückrunde?
Auf gut deutsch gesagt, sind wir richtig beschissen in die Serie gestartet. In den ersten drei Spielen sind wir sang- und klanglos unter gegangen, haben kaum Gegenwehr gezeigt. Wir hatten versucht, mit Viererkette zu spielen, und das hat nicht funktioniert - auch, weil wir viele Studenten im Team haben, die nicht regelmäßig trainieren können. Und so war es schwer, das ordentlich zu üben. Also sind wir zum alten System mit Libero zurückgekehrt und haben uns wieder gefangen. Jetzt sind wir im Tabellenmittelfeld, wollen so schnell wie möglich den Klassenerhalt sichern und ein paar Favoriten ärgern. Nach zwei dritten Plätzen in den Vorjahren haben uns einige weiter oben gesehen. Aber für uns ist in erster Linie nicht die Platzierung entscheidend. Hauptsache, wir können zusammen spielen.

Wen spielen Sie als nächstes an?
Heiko Geyer. Ihn hab' ich in Uehlfeld kennen gelernt. Er ist ein gebürtiger Greuther, wechselte aber vor der Saison nach Adelsdorf. Er ist ein guter Typ, der jeden Spaß mitmacht. Und ein Bombenstürmer - seine Tore fehlen uns in dieser Runde.