Und diese wiederum war ausschlaggebend dafür, dass die Bezirksoberliga-Handballer der HSG Erlangen/Niederlindach beim SV Buckenhofen mit leeren Händen dastanden und die Hoffnung des Tabellenletzten, doch noch den Klassenerhalt zu schaffen, weiter nährten. HSG-Trainer Walter Anheuer kommentierte den desolaten Auftritt so: "Wir haben leichtfertig zwei Punkte verschenkt. Kampfbereitschaft und Siegeswille waren bei uns nicht zu erkennen. So sorglos darf man mit seinen Chancen nicht umgehen."


SV Buckenhofen - HSG Erlangen/Niederlindach 21:20

Eigentlich begann alles nach Plan für die Gäste, die in den ersten sechs Minuten keinen Gegentreffer zuließen und sich auf 4:0 absetzten. Zwei Zeitstrafen machten diesen Vorteil jedoch wieder zunichte, und weil Robin Schmieding einen Siebenmeter vergab , glichen die "Buckis" aus (13.). In der Folge lieferten sich die Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch, bei dem die HSG stets in Führung blieb, es aber verpasste sich weiter abzusetzen, auch weil drei weitere Siebenmeter ihr Ziel nicht fanden. Auch Lukas Stübingers Treffer zum 8:10-Pausenstand brachte den Niederlindachern nicht die nötige Sicherheit.
Nach dem Seitenwechsel lag das Team von Trainer Walter Anheuer zwar weiter knapp in Führung, doch die "Buckis" ließen sich nicht abschütteln und bogen in der 55. Minute mit dem Treffer zum 20:19 auf die Siegerstraße ab. Zwei Minuten Überzahl begünstigten den Ausgleichstreffer von Lukas Stübinger und veranlasste die Hausherren zu einer Auszeit, die den gewünschten Effekt hatte: 47 Sekunden vor dem Ende traf Christoph Mach zum 21:20.
Jetzt zückte auch HSG-Coach Anheuer die Timeout-Karte, beschwor sein Team, das zwei Sekunden vor der Sirene noch einen Siebenmeter zugesprochen bekam. Lukas Stübinger trat an und - das passte zum bisherigen Spielverlauf - vergab auch diese Chance.

HSG: Hückel, Schindler - Boolzen (5), Rühl (1), Gilg, Erhardt (2), Gumbert (3), L. Stübinger (3), Grübel, Willert (2), Schmieding (1), J. Stübinger (1/1), Loncar, Sackmann (2)