Überaus erfolgreich schnitten die Leichtathleten der Turnerschaft Herzogenaurach bei den bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften der Männer, Frauen und U20 ab, die im schönen Rosenaustadion in Augsburg ausgetragen wurden. Gold gab es für Justus Santjer über 400 Meter Hürden, Silber für Anna Dupke und Florian Lickteig sowie Bronze für die Männerstaffel und je zweimal für André Zahl und Niklas Wiesener.
Trainer Peter Müller war mit den gezeigten Leistungen und der hervorragenden Medaillenausbeute seiner Athleten absolut zufrieden. Bei den Frauen steigerte Dupke ihre Bestleistung im Dreisprung deutlich auf 12,46 Meter und forderte damit die Favoritin Tina Pröger, die letztlich acht Zentimeter mehr schaffte. Tags darauf verbesserte sich die TSHlerin auf 5,43 Meter im Weitsprung und schrammte nur um zwei Zentimeter an Bronze vorbei. Nach 15,86 Sekunden im Vorlauf zog sie auch ins Finale über 100 Meter Hürden ein, wo sie mit 15,89 Sekunden Siebte wurde.
Positiv überraschte die 4x100-m-Männerstaffel in der Besetzung Timo Kaufmair, Lickteig, André Zahl und Marius Laib. Ziel war eine "tiefe 43er Zeit". Mit 42,91 Sekunden gelang sogar ein neuer Vereinsrekord, der mit der Bronzemedaille belohnt wurde.


Vier TSHler bei den Hürden

Stark besetzt wie lange nicht waren die 110 Meter Hürden der Männer. Herzogenaurach stellte gleich vier Teilnehmer, von denen drei das Finale erreichten. Lickteig forderte als Zweitplatzierter in 14,44 Sekunden dem Favoriten Sebastian Barth von den Stadtwerken München alles ab. Zahl folgte nach 15,17 im Vorlauf mit 15,38 Sekunden als Dritter aufs Siegertreppchen. Kai Bauer hatte sich nach 15,95 im Vorlauf Einiges vorgenommen. Nach gutem Start kam er aber zu dicht an die sechste Hürde und stürzte. Mit übersprungenen 4,50 Metern im Stabhochsprung holte sich André Zahl seine dritte Bronzemedaille.
Wiesener landete bei der U20 auch zweimal auf dem Podest. Im Hochsprung (1,88 m) und Weitsprung (6,07 m) wurde er Dritter. Im Finale über 110 Meter Hürden belegte er in 16,26 Sekunden Rang 6. Vereinskollege Santjer lag knapp vor ihm mit 16,03 Sekunden. Zuvor hatte Santjer bereits einen Erfolg über die Langhürdenstrecke erzielt, die er in 58,69 Sekunden gewann. Christopher Zahl belegte in einem starken 400-m-Feld mit neuer persönlicher Bestzeit von 52,17 Sekunden Platz 10.
Anne Lohmann rechnete nach 16,14 Sekunden im 100-m-Hürden-Vorlauf nicht damit, in den Endlauf einzuziehen und musste schnell und unaufgewärmt in den Startblock. Dennoch verbesserte sie sich auf 15,86 und wurde Sechste. Für Corey Day blieb bei den Männern die Zeit nach 52,80 s stehen, was Rang 13 bedeutete. Florian Katzschmann verbesserte sich über 100 m auf 11,34 Sekunden im Vorlauf und war traurig, dass der Zwischenlauf gestrichen wurde. Marius Laib wurde Fünfter im Speerwurf (52,18 m).