Irgendwie war der Wurm drin beim SC Hertha Aisch - zumindest in der Hinrunde. Denn nach dem Auftaktsieg in der A-Klasse 2 ER/PEG brachte das Team nicht mehr viel zu Stande. 2015 folgten dann zwar noch 13 Punkte aus einem Dutzend Spiele, letztlich fehlten aber zwei Zähler um den Absturz in die B-Klasse zu vermeiden. "Aber da müssen wir jetzt durch", sagt Abteilungsleiter Steffen Habermann.

Wie war die Gemütslage, als klar wurde, es reicht heuer nicht zum Klassenerhalt?
Steffen Habermann: Enttäuscht, aber auch wütend. Wir hatten es sogar am letzten Spieltag noch selbst in der Hand, uns zu retten. Aber auch da riefen wir nicht die Leistung ab, die es gebraucht hätte. Aber das war die ganze Saison über das Problem, und deshalb sind wir absolut verdient abgestiegen.

Woran hat es gelegen? Was fehlte am Ende?
In erster Linie mangelte es an der nötigen Einstellung. Vor allem in der Hinrunde war es katastrophal. Mangelnde Trainingsbeteiligung, faule Ausreden, um fernzubleiben, oder es fehlten der Ehrgeiz und Bereitschaft, sich auf dem Platz zu quälen und für ein gemeinsames Ziel zu kämpfen. Nach der Winterpause wurde es dann besser, aber es war wohl schon zu spät, um die Defizite noch aufzuholen. Wenn es nicht läuft, ist normalerweise der Trainer das schwächste Glied in der Kette. Aber bei uns hat man klar gesehen, dass es nicht an ihm lag.

Welche Maßnahmen werden nun ergriffen?
Wie gerade angedeutet: Wir halten Mike Schwarz für einen guten Trainer und sprechen ihm deshalb weiter das Vertrauen aus. Trotz der Querelen der letzten Saison war es uns wichtig, dass die Mannschaft im Kern zusammenbleibt. Das ist uns soweit gelungen. Mit Sebastian Schuffert (Heßdorf), Christian Hobner (Etzelskirchen), Michael Döhler (Pinzberg) und Patrick Kempf (Wachenroth) haben wir bisher nur vier Abgänge, die wir, denke ich, ganz gut kompensieren können. Den übrigen Spielern haben wir deutlich gemacht, dass sie mehr Eigenverantwortung für das geschehen auf dem Platz übernehmen müssen.
Die bisherige Vorbereitung hat gezeigt, dass sie gewillt sind, etwas zu ändern. Wir haben im Schnitt an die 15 Mann auf dem Training. Da lässt es sich gut arbeiten. Heute und morgen haben wir ein Trainings-Wochenende auf unserer Anlage mit Testspielen gegen Hammerbach II und den FC Pommersfelden. Dort wird man sehen, wie sich unsere Neuzugänge Kevin Sänger (Steppach), Christoph Kramer (Adelsdorf II) und Daniel Haschke (Eggolsheim) machen. Dazu haben wir für das Tor Tim Schepper aus Willersdorf zurückbekommen. Tobias Kulzer, der zuletzt in der C-Jugend für die JFG Aischtal kickte, will jetzt, mit 22 Jahren, wieder mit dem Fußballspielen anfangen.

Wie lauten die Ziele für die kommende Saison?
Neben der DJK Weigelshofen und uns gibt es in der B-Klasse 2 ausschließlich Reserven und sogar eine dritte Mannschaft. Da kann unser Ziel nur sofortiger Wiederaufstieg lauten. Immer das Vorspiel vor einer anderen "Ersten" zu bestreiten, macht keinen Spaß. Aber die Mannschaft muss da jetzt durch und schauen, dass sie so schnell wie möglich wieder in die A-Klasse kommt.