Eine durchschnittliche Leistung genügte den Handballern der Turnerschaft Herzogenaurach, um zwei enorm wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga Ostbayern einzufahren. Gegen die favorisierten Altstars vom OG Erlangen gelang dem Team von Inter imscoach Florian Heimpel ein 26:23-Erfolg.

TS Herzogenaurach - OG Erlangen 26:23

Bereits vor Anpfiff des Derbys standen die Hausherren mächtig unter Druck. Dadurch, dass die direkten Tabellennachbarn aus Sulzbach und Altdorf mit überraschenden Punktgewinnen vorgelegt hatten, mussten die Herzogenauracher doppelt punkten, um weiterhin ihre hervorragende Ausgangsposition im Abstiegskampf zu bewahren. Dies hatte die TSH verinnerlicht und legte beherzt los.
So kassierten die Hausherren in einem äußerst fairen Spiel erst nach acht Spielminuten den ersten Gegentreffer und verwandelten die eigenen Chancen konsequent. Erst nach einer guten Viertelstunde ließen sie die Gäste aus Erlangen, die zwar ohne den ehemaligen TS-Coach Ben Ljevar, aber trotzdem in Bestbesetzung aufliefen, besser ins Spiel finden. Obwohl die Schuhstädter den OG-Rückraumbomber Groß bestens im Griff hatten, setzte hingegen Csaba Szücs mit cleveren Anspielen am Kreis seine Teamkollegen immer wieder gekonnt in Szene. Bis zum Pausenpfiff erkämpfte sich die Turnerschaft ein Vier-Tore-Polster, was jedoch gegen einen derart routinierten Kontrahenten noch lange keine Vorentscheidung ist.
In der Kabine appellierte Heimpel an seine Schützlinge, den zweiten Durchgang mit neuem Elan zu beginnen. Zwar bereitete erneut Szücs der TSH-Deckung große Schwierigkeiten, jedoch entschieden tolle Einzelaktionen von Bernhard Auer, Jürgen Wonner oder Neuzugang Gregor Hübner die Partie schließlich. Vor allem Letzterer ist sowohl auf als auch neben dem Spielfeld ein wahrer Gewinn für das Team aus Herzogenaurach.

Führung ins Ziel gerettet

Selbst die Rote Karte gegen den wurfgewaltigen Halbrechten der Gäste, Mathias Groß, spielte für das Endresultat kaum noch eine Rolle. So ließen sich Nickels, Neumann und Co. nicht mehr von der Schlusshektik anstecken und brachten die Führung mustergültig über die Zeit. Durch das 26:23 rangieren die Schuhstädter auf dem ersten Nichtabstiegsplatz mit zwei Zählern Vorsprung auf den HC Sulzbach/Rosenberg II. Verliert dieser eines seiner noch verbleibenden zwei Saisonspiele, ist den Schuhstädtern der Klassenerhalt aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs nicht mehr zu nehmen.
Darauf wollen sich die Akteure der Turnerschaft allerdings nicht verlassen. "Wir müssen noch einen Sieg einfahren und dann haben wir das Ding endlich im Sack. Wir brennen darauf, den Klassenerhalt am 7. April in eigener Halle gegen Regensburg perfekt zu machen", betont TSH-Kapitän Bernhard Auer. Bis dahin haben die Herzogenauracher eine relativ lange Verschnaufpause. Diese will man nutzen, um noch an der einen oder anderen Baustelle zu arbeiten.