Einen Rückschlag in ihren Bemühungen um den Aufstieg in die 2. Bundesliga mussten die Regionalliga-Basketballerinnen der TSH hinnehmen. Doch auch nach der Niederlage gegen die Damen des FC Bayern München bleiben die Shorthorns mit nunmehr 12:4 Siegen an der Tabellenspitze, dicht gefolgt von Leipzig. Die Landeshauptstädterinnen verschafften sich mit dem Erfolg etwas Luft im Abstiegskampf und haben jetzt zwei Siege Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

TS Herzogenaurach - FC Bayern München 60:66


Die nur mit sechs Spielerinnen angereisten Münchnerinnen machten von Beginn an Druck. Auffallend war, dass gleich fünf Spielerinnen der Bayern zweistellig punkteten und sehr ausgeglichen agierten. Dennoch ragte im ersten Viertel vor allem Jadranka Mladan (17 Punkte) hervor, die nicht nur offensiv Akzente setzte, sondern auch in der Defensive ihre Stärke bewies. Für die Herzogenauracherinnen übernahm Ilona Brox (24) das Kommando, konnte aber auch nicht verhindern, dass die Bayern nach den ersten zehn Minuten mit 17:11 vorne lagen.
Das zweite Viertel konnten die Shorthorns ausgeglichener gestalten. Regine Brox (9) konnte sich nun des öfteren unter dem Korb durchsetzen, während die wurfstarke Laura Angerstein (10) aus der Dreipunktdistanz für Zählbares sorgte. Die Bayern hielten mit einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung dagegen. Ann-Kathrin Neumann (12) und Heide Lanzendorfer (13) halfen nun Mladan, die Scoringlast zu schultern und so konnten sie den Vorsprung konstant halten. Den Herzogenauracherinnen fehlte in der ersten Halbzeit einfach ein wenig Biss, um das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. 34:26 stand es zur Halbzeitpause für die Münchnerinnen.
Im dritten Durchgang bemühten sich die Shorthorns, den Rückstand zu egalisieren. Aber wie schon in den ersten zwanzig Minuten kamen die Münchnerinnen einem schlichtweg wacher vor, als die TSH. Zudem wurde den Aurachstädterinnen ihre schwache Wurfquote zum Verhängnis. Hatte man sich in der Verteidigung den Ball erkämpft und sich vorne einen freien Wurf erspielt, verfehlte dieser dann leider zu oft den Korb, als dass die Shorthorns das Spiel hätten drehen können. So lagen sie vor den letzten zehn Minuten mit 40:46 zurück. Im letzten Viertel drehten dann beide Teams offensiv auf. Die Herzogenauracherinnen fanden ihr Glück in Kerstin Wägner und Ilona Brox, während bei den Bayern Jadranka Mladan, Katharina Maier und Denise Fischer Punkte generierten. Zum Leidwesen der Shorthorns fanden sie kein Mittel, den Münchner Angriff zu stoppen und so endete das letzte Viertel 20:20, was schließlich zum 66:60-Erfolg der Landeshauptstädterinnen führte.
"Wir waren nicht aggressiv genug. Die Münchnerinnen waren uns zu oft einen Schritt voraus, dazu taten wir uns gegen deren Zonenverteidigung überraschend hart" stellte Trainer Markus Schönmüller nach dem Spiel fest. Normalerweise liege seinem Team diese Verteidigungsvariante recht gut. Jetzt heiße es, die letzten vier Partien der Saison noch mal mit 100-prozentiger Intensität anzugehen. "Das Spiel soll uns eine Warnung sein und wir werden die Lehren daraus ziehen", betonte Schönmüller.