Traditionell wurden die nordbayerischen Mehrkampfmeisterschaften der Leichtathleten in Oberasbach ausgetragen und auch als mittelfränkische Meisterschaften gewertet. Die Turnerschaft Herzogenaurach schickte diesmal nur wenige Athleten an den Start, die jedoch bei starker Konkurrenz und erstaunlich großen Teilnehmerfeldern das sehr gute Wetter nutzten und starke Leistungen boten.
Bei den Männern holte sich Andre Zahl den Sieg in der Bezirkswertung und Platz 3 in Nordbayern. Mit 11,78 Sekunden über 100 Meter startete er gut in den Wettkampf. Es folgte die Einstellung seiner persönlichen Bestleistung im Weitsprung (6,49 m). In seinem ersten Männerjahr muss er mit der 7,24 kg schweren Kugel kämpfen, die er auf ausbaufähige 10,31 Meter stieß. Im Hochsprung überquerte er anschließend ordentliche 1,80 Meter, bevor er nach 52,71 Sekunden über 400 Meter den ersten Tag sehr zufriedenstellend beendete.
Die 110 Meter Hürden am Sonntagmorgen absolvierte Zahl in akzeptablen 16,15 Sekunden, den zwei Kilogramm schweren Diskus warf er erst im letzten Versuch auf 32,03 Meter. Bei 4,00 Metern stieg er in seiner Paradedisziplin, dem Stabhochsprung, ein und überquerte diese Höhe locker. Deshalb ließ er die 4,10 Meter aus, hatte dann aber Pech, als er bei 4,20 Metern dreimal knapp scheiterte. "Hier hat er leider viele Punkte liegen lassen", befand Trainer Peter Müller. Auch mit dem 800-Gramm-Speer, den er auf 41,74 Meter schleuderte, kann Zahl noch zulegen. Sehr gute 4:38,61 Minuten über die abschließenden 1500 Meter bescherten ihm dennoch starke 6209 Punkte, womit Zahl die Norm für die DM in der Tasche hat.

Bestleistung in fünf Disziplinen

In der U20 absolvierte Lars Meschede einen starken Wettkampf mit neuen Bestmarken über 100 Meter (12,16 s), Hochsprung (1,62 m) und vor allem über 400 Meter, wo er sich über zwei Sekunden verbesserte (54,55 s). Mit insgesamt 4834 Punkten belegte er am Ende Rang 2 in der nordbayerischen wie auch der mittelfränkischen Wertung. Nur den Fünfkampf bestritt Christopher Zahl in der U18. Er glänzte dabei mit Bestleistungen in allen fünf Disziplinen und der Qualifikation über 400 Meter für die bayerischen Einzelmeisterschaften (100 Meter: 12,16 s / Weitsprung: 5,25 m / Kugel: 8,88 m / Hochsprung: 1,53 m / 400 Meter: 55,55 s).
Einzige weibliche TSH-Teilnehmerin war Steffi Wittwer (W14), die den Siebenkampf als Vierte von zwölf Starterinnen beendete. Mit 2999 Punkten übertraf sie die angestrebte Qualifikationsnorm (2800 Punkte) zur bayerischen Mehrkampfmeisterschaft deutlich. Über die 80 Meter Hürden (14,14 s), 100 Meter (14,26 s) und im Speerwurf (23,01 m) erzielte sie neue Bestleistungen und darf sich nun auf die Landesmeisterschaft Anfang Juli in Garmisch freuen.