Für altgediente Tischtennis-Fans war es wohl ein ungewöhnlicher Anblick, den sie am 7. November zu sehen bekamen. Denn erstmals seit langer Zeit standen sich wieder die beiden ersten Mannschaften des TTC Höchstadt/Aisch und der TS/BSG Herzogenaurach gegenüber. Während den Herzogenaurachern, die bis dahin meist nur gegen die TTC-Reserve angetreten waren, zuletzt der Aufstieg gelang, musste der TTC Höchstadt/Aisch den sportlichen Abstieg in die 2. Bezirksliga Nord/West hinnehmen. Dort trafen beide Klubs wieder zum Derby aufeinander und lieferten sich beim 8:8 einen spannenden Kampf.

Doch wer denkt, die Höchstädter sehen sich als Absteiger nun in der Favoritenrolle, der irrt. So klingt zumindest die Zielvorgabe des Mannschaftsführers Wolfgang Klaus recht bescheiden. Denn nichts anderes als den Klassenerhalt wollen die Männer des TTC möglichst früh sichern. Ein Platz unter den letzten drei Teams der Liga und der damit verbundene Abstieg soll mit allen Mitteln verhindert werden.

Nicht nur an der Liga, sondern auch am Spielerpersonal hat sich beim TTC etwas verändert. Nachdem Moritz Wacker seinen Abgang zum TSV Forstenried verkündet hatte, konnte mit Markus Thomä ein passender Ersatz an die Aisch gelockt werden. Er bildet gemeinsam mit Carsten Goldbach, Tobias Leithold, Stefan Müller, Wolfgang Klaus, Winfried Himmler und Oliver Keck nun die neue erste Mannschaft der Höchstadter.


Noch auf Tuchfühlung

Aktuell rangiert das Gespann auf dem dritten Tabellenplatz der 2. Bezirksliga Nord/West. Neun von 14 möglichen Punkten wurden bislang eingefahren. Ein Wert, der sich durchaus sehen lassen kann, denn somit befindet sich der TTC noch auf Tuchfühlung zum Führungsduo TSV Ansbach (12:0 Punkte) und Wolframs-Eschenbach (12:2).

Dennoch sieht Klaus noch lange keinen Grund, die eigene Zielsetzung anzupassen. "Wir sind mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden und die Mannschaft zeigt sich äußerst motiviert. Aber die Teams der 2. Bezirksliga sind dieses Jahr sehr gut aufgestellt. Insbesondere im vorderen Paarkreuz erwarten wir hier noch viele, weitere spannende und schwierige Spiele", sagt der Mannschaftsführer. Schließlich bereitet ausgerechnet dieses Paarkreuz dem TTC-Verantwortlichen aktuell noch Kopfzerbrechen.

So konnte der eigentlich für das erste Doppel vorgesehene Leithold bisher dort bisher noch nicht eingesetzt werden. Der aufgrund eines Bänderrisses wochenlange Ausfall der etatmäßigen Nummer 2, Stefan Müller, muss auch erst noch sportlich kompensiert werden.

Ohnehin schreibt Klaus anderen Vereinen die Favoritenrolle zu. Allen voran Wolframs-Eschenbach und der TSV 1860 Ansbach III würden das Titelrennen unter sich ausmachen. Doch solange seine Mannschaft die Liga hält, dürfte Wolfgang Klaus damit wohl ziemlich gut leben können.