Mit zwei deutlichen Erfolgen zogen sie in die Endrunde ein, wo sie mit dem ASV Dachau, Dietmannsried/Altusried und dem HCD Gröbenzell Anfang Dezember um den Pokalsieg kämpfen werden.
Allerdings war die Freude nicht ungetrübt, denn die Spielerinnen wollten ihre Sache in eigener Halle offenbar zu gut machen. Sie waren bestrebt, die Tatsache, dass sie zwei Klassen höher spielen als ihre Gegner, durch möglichst viele Tore zu untermauern. Das gelang, ging ab und an aber zu Lasten der Abwehrarbeit, und weil sich dazu noch einige Fehler einschlichen, geriet die TSH im Spiel gegen Allach phasenweise unter Druck.

Doch die rund 100 Zuschauer erfreuten sich an herrlich herausgespielten Treffern und an der Tatsache, dass fast 60 Prozent der TSH-Tore über Gegenstöße erzielt wurden, was die sportliche Übermacht des Bayernligisten untermauerte. Besonders eine Herzogenauracherin hatte allen Grund, mit sich zufrieden zu sein: Allrounderin Amelie Theobald, Talent aus Erlangen, tauchte überall auf, wo Not am Mann war und vertrat die verhinderte Tanja Küffner auf Rechtsaußen ebenso wie Nina Bestle auf der Mittelposition, wenn diese mal eine Pause brauchte. Selbst in der Abwehr zeigte sie gute Ansätze. Wenn sie in Sachen Athletik noch etwas zulegt, könnte sie einen wertvollen Beitrag zur generellen Stabilisierung der TSH-Deckung leisten. In der dritten Pokalrunde war sie eine Gewinnerin.


TS Herzogenaurach - TSV Allach 26:17

Bis zum 4:4 (10.) waren die Südbayern ebenbürtig. Dann zog die TSH die Zügel an und über 9:4 auf 13:6 davon. In den je zehn Minuten vor und nach der Pause wirkte der Bayernligist jedoch konfus, schaffte selbst keinen Treffer mehr, ließ sich ab und zu regelrecht düpieren und verlor fast die Führung. Erst der 14. Treffer der Gastgeberinnen leitete die Wende ein, über 20:14 (50.) kam es zu einem versöhnlichen Ende.
TSH: Bernhardt, Ebersberger - Kräck (2), Mittelheisser (3), Stephan, Bestle (2), Mittasch (5/1), Probst (7/1), Mergner, Erdmann (4), Lang, Merz (1), Theobald (2)


TS Herzogenaurach - TG Höchberg 19:36

Gegen Höchberg, das von Allach zwischenzeitlich an die Wand gespielt worden war (30:18), zeigte die TSH ein anderes Gesicht, auch wenn es immer noch Fahrlässigkeiten im Abwehrverhalten gab. 8:3, 13:7 und 15:8 lauteten die Zwischenstationen bis zur 20:10-Pausenführung. Die Gäste zeigten im zweiten Abschnitt Verschleißerscheinungen, kamen aber doch immer wieder zu Erfolgen. Auf der anderen Seite vor allem Theobald ihre Freiräume, prima Zuspiele der Nebenleute oder Torfrau Ebersberger seriös umzusetzen wusste.
Letztendlich qualifizierten sich die TSH-Damen recht entspannt für das Final-Four und erfüllten damit die Vorgabe von Trainer Hans-Jürgen Kästl. Dieser beanstandete, dass sein Team angesichts des teils fahrlässigen Defensivverhaltens wohl noch nicht so weit entwickelt sei, wie er geglaubt hatte.
TSH: Bernhardt, Ebersberger - Kräck (1), Mittelheisser (5/1), Stephan (6), Wedrich (4/1), Bestle (3), Mittasch (2), Mergner (2), Erdmann (2), Lang (2), Merz (2) Theobald (7)