Mit dem Zusammenschluss der Fußballabteilungen des SV Steppach und der DJK-SV Sambach ist eine schlagkräftige Spielgemeinschaft entstanden, die drei Teams in den Punktspielbetrieb des Fußballspielkreises Bamberg entsendet. Bislang waren beide Vereine mit jeweils zwei vertreten. Die erste Mannschaft geht in der Kreisklasse Bamberg 3 an den Start, in der bisher die Sambacher Erste auflief und in der vergangenen Saison den sechsten Platz erreichte. Die erste Mannschaft wird ihre Heimspiele in Sambach austragen. Die Zweite (A-Klasse 1) und die Dritte (B-Klasse 3) spielen in Steppach, berichtet unser Partnerportal anpfiff.info.


Sportlichen Erfolg erhöhen

Das Wesen einer Spielgemeinschaft besteht vornehmlich darin, dass sich zwei Vereine aufgrund Spielermangels und der damit verbundenen Gefahr, nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen zu können, zusammenschließen. Damit soll ein stärkeres Team geformt werden, um den sportlichen Erfolg zu erhöhen. Genau das dürfte im vorliegenden Fall für den SV Steppach und den SV Sambach der Hauptgrund gewesen sein
Der neue Trainer der Spielgemeinschaft, Manuel Meyer, erklärt den Zusammenschluss wie folgt: "Der SV Steppach hatte nach der abgelaufenen Saison nur noch 13 Spieler für seine erste Mannschaft zur Verfügung. Berechnete man die üblichen Ausfälle, die unter der Saison wegen Verletzungen, Sperren oder Urlaub immer wieder auftreten, so war dort keine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Ein Bestehen in der A-Klasse war unwahrscheinlich." Der SV Steppach nahm erst ab der Saison 2012/2013 wieder am Punktspielbetrieb teil, nachdem der Verein zuvor jahrelang keine Mannschaft hatte melden können. Auf Anhieb gelang damals der Aufstieg von der B- in die A-Klasse, wo der Klub seit 2013/2014 spielte. Die letzte Runde in der A-Klasse Bamberg 1 beendete der SV auf dem vorletzten Platz.


Bereits Kooperation in der Jugend

Um nicht wieder in der Versenkung zu verschwinden, schloss sich Steppach mit dem SV Sambach zusammen und brachte seinen kompletten Spielerkader ein. Gänzlich unbekanntes Terrain ist diese Konstellation für beide Seiten dennoch nicht, da eine Kooperation im Jugendbereich bereits besteht.
Für den neu entstandenen Kreisklassisten bedeutet die Spielgemeinschaft ein großes Reservoir an Akteuren. "Wir haben aktuell um die 60 Spieler zur Verfügung. Davon sind derzeit im Schnitt 30 bis 35 beim Training", sagt Meyer, der in den vergangenen fünf Jahren beim SV Merkendorf kickte und dort den Durchmarsch von der Kreisklasse in die Bezirksliga schaffte.
Richtig angetan zeigt sich der 27-Jährige von den neuen Voraussetzungen und Möglichkeiten. Aus der ursprünglichen Steppacher Mannschaft haben sich bereits drei Spieler in den Kader der ersten Mannschaft gespielt. Marco Gössmann, Sandro Oeser und Julian Schmid scheinen derzeit gute Chancen zu haben, beim Saisonauftakt in gut zwei Wochen dazuzugehören. Gerade Gössmann könnte der Gewinner des Zusammenschlusses werden. Er hat in der letzten Serie in 22 Spielen 24 Mal getroffen - und das in einer Mannschaft, die Vorletzter in der A-Klasse wurde.
"Bisher haben alle super mitgezogen und befinden sich in einer Top-Verfassung", erklärt Meyer. Dabei betont er, dass die Umstellung für ihn als ehemaligem Bezirksliga-Spieler am Anfang nicht einfach war. Aber mittlerweile habe er mit seiner Truppe neue Spielformen und Laufwege trainiert, am Spielaufbau gearbeitet und Etliches einstudiert. "Das sieht schon sehr gut aus", findet der Coach.
Bis zum Rundenauftakt Ende Juli bleibt Zeit, um aus der Spielgemeinschaft eine Mannschaft zu formen, die "sicherlich für eine Überraschung gut sein wird", sagt Meyer. Unterstützt wird der Übungsleiter von Vater Alfred, der über Erfahrung aus der Landesliga verfügt, bis zuletzt in der Merkendorfer Reserve kickte und seinem Filius nun als Co-Trainer zur Seite stehen wird.