Bei 850 Meldungen von 405 Teilnehmern aus 39 Vereinen hatten die Verantwortlichen der TS Herzogenaurach alle Hände voll zu tun, um bei den mittelfränkischen Leichtathletikmeisterschaften nicht den Überblick zu verlieren. Die Leistungen - vor allem in den endlich wieder einmal gut besetzten Erwachsenen-Klassen - konnten sich sehen lassen.

In den Königsdisziplinen (100 und 200 Meter) gab der Burghaslacher Patrick Schneider, der für den LAC Quelle Fürth startet, den Ton an, über die 200 Meter der Frauen tat es ihm seine frühere Burghaslacher Teamkollegin Christina Schlee gleich. In der U20 tat sich Sprinter Hanns-Peter-Wirth vom LSC Höchstadt hervor. Die LG Eckental räumte zehnmal Gold, zehnmal Silber und sechsmal Bronze ab, die gastgebende TSH brachte es gar auf 28 Medaillen (8/12/8). Dabei hatte TSH-Trainer Peter Müller den Fokus darauf gerichtet, dass seine Schützlinge bei den Meisterschaften noch an der einen oder anderen Stellschraube drehen.

Die Sportler taten ihrem "Chef" den Gefallen. Louis Mennerat, eigentlich auf den Sprintstrecken zu Hause, verbesserte sich im Speerwerfen um mehr als fünf Meter (41,62 m). André Zahl unterbot über 110 Meter Hürden die Norm für die U23-DM, Anna Dupke, die sich vermehrt dem Mehrkampf widmen möchte, überzeugte im Dreisprung der Frauen mit 11,94 Metern. Auch Katharina Struß mischte sich unter die Athleten, nach ihrer Babypause wollte die Herzogenauracherin aber nur außer Konkurrenz und für sich selbst testen, wie gut sie noch in Form ist.