Dank einer guten Leistung im zweiten Durchgang setzten sich die Handball-Männer der Turnerschaft Herzogenaurach im "Frühstücksduell" mit dem OG Erlangen durch. Zu ungewohnter Stunde (11 Uhr) traten die Schuhstädter in der Universitätsstadt an und fuhren mit dem 27:21-Erfolg den fünften Bezirksoberliga-Sieg ein.


OG Erlangen - TS Herzogenaurach 21:27

Den Gästen von der Aurach war in den Anfangsminuten anzumerken, dass sie sich noch nicht vollständig an die frühe Anwurfzeit akklimatisiert hatten. So fand die Sieben von Spielertrainer Ingo Kundmüller kein probates Mittel, um den wurfgewaltigen Rückraum des OGE in den Griff zu bekommen. Dieser überwand mit präzisen Würfen aus der zweiten Reihe immer wieder den Deckungsblock der Turnerschaft.

Zwar bot der Herzogenauracher Angriff den Hausherren bis zum 8:8 noch Paroli, jedoch hatten die Altmeister um ihren stark aufspielenden Debütanten Jan Kiewitt anschließend leicht die Nase vorne. "Wir waren hinten viel zu passiv und davon haben Münch, Kiewitt und Groß aus der Distanz natürlich profitiert", kritisierte TS-Spielführer Jonas Hirning die Defensivleistung seiner Mannschaft im ersten Durchgang. Dieser endete nach einer überschaubaren Leistung beider Teams mit einer knappen Führung für den Olympischen Gedanken (11:10).

Nach dem Seitenwechsel bekamen die Zuschauer in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle ein anderes Gesicht der TS-Sieben zu sehen: Eine wesentlich agilere und bissigere Deckung um den soliden Keeper Ferdinand Mayer erkämpfte sich zahlreiche Ballgewinne, die im Gegenzug in schnelle Treffer umgemünzt wurden. Allen voran der treffsichere Kundmüller war maßgeblich daran beteiligt, dass seine Aurachstädter nach dem Seitenwechsel ein 12:12 in eine 20:15-Führung verwandelten.


Diesmal reichte das Polster

Während die Herzogenauracher in der Vergangenheit schon des Öfteren derartige Polster noch aus der Hand gegeben hatten, bewiesen die Gäste an diesem Tag Nervenstärke und "drückten dem Spiel weiterhin unseren Stempel auf" (Kundmüller). Der Tabellendritte ließ nichts mehr anbrennen und sicherte sich einen verdienten 27:21-Sieg. "Es war sehr gut, wie die Mannschaft nach der schwachen ersten Halbzeit reagiert hat", resümierte Kundmüller nach Abpfiff. "Wir wussten, dass es nie leicht ist, auswärts gegen die Routiniers vom OGE zu bestehen. Diese zwei Punkte tun uns gut", meinte der Coach.


TSH übernimmt Rang 3

Das spiegelt sich auch in der Tabelle wider: Durch doppelten Punktgewinn rangiert Herzogenaurach mit zehn Zählern aus sechs Partien auf dem dritten Platz und hält somit den Anschluss an die führenden Teams aus Nabburg/Schwarzenfeld (11:1 Punkte) und Erlangen-Bruck (10:2). Am kommenden Sonntag empfangen die Schuhstädter wieder zur gewohnten Uhrzeit den Aufsteiger vom HC Sulzbach-Rosenberg II.
TSH: Mayer, Schauer - Theiss (1), Hirning (2), Will (3), Janson (2), Wonner (2), Großhauser (6/2), Auer (1), P. Wolf (3), M. Wolf, Hettchen, Kundmüller (7)
OGE: Roßner (2), L. Pellny (1), Kiewitt (8), Sporrer (1), H. Münch (4), Groß (5)