Im Aufeinandertreffen der beiden Spitzenteams zog die Mannschaft von Trainer Markus Schönmüller gegen den Tabellenersten den Kürzeren, der drei Partien vor Saisonende zwei Siege Vorsprung hat.


TS Herzogenaurach - TV Marktheidenfeld 42:49

Zu Beginn erfüllten beide Mannschaften die in sie gesetzten Erwartungen. Für die Herzogenauracherinnen übernahm Barbara Hartz die Verantwortung, zog immer wieder mit ihrer enormen Schnelligkeit zum Korb und schloss dort sicher ab. Unterstützung fand sie in Anna Bimazubute, die sechs Punkte auflegte und eine starke Leistung in der Verteidigung zeigte. Auf der Gegenseite übernahm Ex-Shorthorn Margret Pfister das Kommando, erzielte allein in der ersten Hälfte zehn Punkte und pflückte Rebound um Rebound. Doch auch sie konnte nicht verhindern, dass die Aurachstädterinnen nach dem ersten Viertel mit 15:14 führten.


Nervosität reagiert in Abschnitt 2

Im zweiten Abschnitt regierte auf beiden Seiten die Nervösität. Einerseits erhöhten Gastgeber und Gäste die Intensität in der Verteidigung, womit sie den Gegner zu schwierigeren Würfen und Pässen zwangen, andererseits wurden einfachste Würfe nicht getroffen. Zusammen ergab dies eine rekordverdächtig niedrige Ausbeute: Nach acht Minuten stand es in diesem Viertel gerade mal 2:2. Zum Ende erholte sich die Quote etwas, mit dem letzten Korb erkämpften sich die Unterfränkinnen die 21:20-Halbzeit-Führung.
Im dritten Durchgang trat wieder die schöne Seite des Basketballs in den Vordergrund. Beide Teams stellten sich besser auf die gegnerischen Verteidigungsvarianten ein, es wurden gute und freie Würfe herausgespielt und hochprozentig getroffen. Dabei taten sich die Aurachstädterinnen um Rebecca Simon und Ricarda Schilling vor allem rund um die Freiwurflinie hervor.


Liga-Topscorerin dreht auf

Auf Seiten Marktheidenfelds fiel Eva Barthel auf: Mit ihrer überragenden Ballbehandlung vernaschte sie ihre Gegenspielerinnen häufig und zog unaufhaltsam zum Korb. 15 Punkte legte die Liga-Topscorerin auf, sieben davon im dritten Viertel. Doch die Shorthorns erwischten ein stärkeres Finish und gingen mit einem kleinen 36:32-Vorsprung ins Schlussviertel. Dort änderte sich der Spielverlauf nochmal komplett. Denn die Marktheidenfelderinnen stellten ihre Defensive exakt auf die Angriffssysteme der TSH ein, die darauf keine Antwort fand. Resultat davon war, dass die Gastgeberinnen nur noch zu äußerst schweren Würfen kamen, die sie meist vergaben.
Barthel drehte derweil auf, traf zwei Dreier in Folge und brachte den TV erstmals in Front (44:42). Die Aufholjagd der Shorthorns blieb trotz aller Bemühungen aus, weshalb Martkheidenfeld für die Regionalliga planen kann.


Schönmüller ist fairer Verlierer

"Wir haben wirklich alles gegeben, aber Marktheidenfeld war einfach die etwas bessere und glücklichere Mannschaft", analysierte Schönmüller. "Hätten wir im letzten Viertel nochmal einen Akzent setzen und so unsere Zuschauer ins Spiel bringen können, hätten wir das Spiel vielleicht gedreht, aber wir können trotzdem stolz auf diese Saison sein", sagte er drei Spiele vor Schluss. "Wir haben großes Verletzungspech und viele Rückschläge weggesteckt, haben stets Moral bewiesen. Um Erster zu werden, muss eben viel zusammenkommen und wir werden nächstes Jahr wieder voll angreifen", kündigte der TSH-Coach an und zeigte sich als fairer Verlierer: "Jetzt bleibt uns nur, den Marktheidenfelderinnen zum Aufstieg zu gratulieren und die letzten drei Saisonspiele mit Freude anzugehen."
TSH: Babler (2), Schilling (9), Bimazubute (6), Hartz, B. (7), Hartz, U. (3), Dathe (9), Simon (6), Steichele