Beim internationalen Meeting in Huelva hat Hürdenläufer Martin Grau vom LSC Höchstadt in einem dichten Feld Platz 9 belegt. Für den Start bei dem Wettkampf in Südwest-Spanien hat sich Grau nach dem passablen Saisoneinstieg in Dessau über 3000 Meter Hindernis und der Qualifikation als bester Deutscher für die Team-EM in Russland Ende Juni zusammen mit seinem Trainer Markus Mönius kurzfristig entschieden.

Der Plan scheitert frühzeitig

Das Teilnehmerfeld aus starken Lokalmatadoren und weiteren Läufern aus ganz Europa und Afrika versprach gute Zeiten. Schließlich ist das Thema WM-Qualifikation ein ständiger Begleiter des 23-Jährigen in der Saisonvorbereitung. Der Plan, sich von den starken Spaniern ziehen zu lassen, war nach dem ersten Kilometer dahin, denn kein Iberer wollte dem kenianischen Tempomacher folgen.

Daher musste Grau ab 2100 Metern selbst fürs Tempo sorgen, was sein Trainer aufgrund des starken Windes eigentlich vermeiden wollte. Tatsächlich fehlten dem Biengartner im Schlussspurt die Körner, sodass er auf Rang 9 durchgereicht wurde. Mit der Zeit von 8:34,25 Minuten absolvierte er dennoch das fünftschnellste Rennen seiner Karriere. "Die konditionellen Werte stimmen, aber die Grundschnelligkeit für ein hohes Endtempo fehlt", analysierte Mönius, der allerdings keine Normhatz um jeden Preis anpeilt.