Nach dem verlorenen Spitzenspiel in Litzendorf wollten sich die Bayernliga-Basketballerinnen der Turnerschaft Herzogenaurach im Duell mit dem nächsten Mitfavoriten keine weitere Pleite leisten. Die Shorthorns zeigten von Beginn an, dass Einsatz und Moral stimmen. In einem engen Match rangen sie TTL Bamberg knapp nieder und rückten auf Rang 3 der Tabelle vor.


TS Herzogenaurach - TTL Bamberg 53:51

Im ersten Viertel lief auf beiden Seiten nicht viel zusammen. Erst nach drei Minuten gab es die ersten Punkte - Katharina Dathe brach den Bann. Fortan nahm die Partie Fahrt auf, und während die TSH die Verantwortung auf viele Schultern verteilte, stach bei den Gästen Jasmin Burgis hervor, die 34 der 51 Bamberger Punkte erzielte.

Mit einem knappen 11:10-Vorsprung starteten die Shorthorns ins zweite Viertel, in dem der Ball weiter nur selten durch die Reuse fiel. Ricarda Schilling rackerte unter dem Korb und Jana Uhlig dominierte ihre Gegenspielerinnen mit ihrer Athletik. Auf Seiten der Oberfränkinnen übernahm nun Jana Burkert mehr Verantwortung und erzielte mit der Sirene den Ausgleich (22:22).

Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten die Gäste, Burgis gelangen zwei Dreier in Folge. Diesen Vorsprung verteidigten die Bambergerinnen bis zur 27. Minute, denn explodierten die Shorthorns. Sie zogen in der Verteidigung deutlich an, eroberten Bälle und fackelten unter dem Korb nicht lang. Dathe und Ulbig gelang im One-Two-Punch ein 9:0-Lauf, durch den die TSH wieder in Führung ging (36:33).

Im Schlussabschnitt setzten sich die Hausherrinnen zunächst weiter ab. Alexia Coutaz und Eva Haberzettl sammelten wichtige Punkte (45:35). Jasmin Burgis hielt Bamberg mit zwei weiteren Dreiern im Spiel. Zwar blieb die TSH stets in Front, doch 14 Sekunden vor Schluss hatten die Gäste beim Stand von 53:51 noch einmal Ballbesitz. Burgis dribbelte Richtung Korb. Zwei Shorthorns stellten sich ihr in den Weg, doch sie hatte genug Platz, um noch einen Dreier anzusetzen. Die Flugkurve sah gut aus, letztlich landete der Ball jedoch auf der hinteren Ringkante und sprang wieder heraus. Die Schlusssirene ertönte, die Shorthorns hatten gewonnen.

"Es war heute sicher kein schönes Spiel, aber wir haben gewonnen. Wir haben uns insbesondere in der ersten Halbzeit schwer getan, einen Rhythmus in der Offensive zu finden. Die Bambergerinnen haben schlau verteidigt und vorne mit Jasmin Burgis die überragende Akteurin auf ihrer Seite gehabt", erklärte TSH-Trainer Markus Schönmüller hinterher. Die Duelle mit den beiden anderen Topteams der Liga ergeben eine ausgeglichene Bilanz, sein Team stehe solide da. "Jetzt heißt es, sich weiter zu steigern, um die Spitzenspiele in der Rückrunde noch erfolgreicher zu gestalten. Das Kämpferische stimmt, nun müssen wir wieder mehr Spielwitz entwickeln."

TSH: Bimaubute, Coutaz (5), Dathe (11), Haberzettl (6), Schauf (4), Schilliing (7), Simon, Tribula, Ulbig (12), Wittmann(4)