Der TSV Schlüsselfeld hat den siebten IFS-Cup des SV Wachenroth gewonnen. Wie schon 2015 und 2016 setzte sich der Bamberger Kreisligist in der Ebrachtalhalle durch. "Bei der Siegerehrung haben wir diskutiert, ob der TSV den Wanderpokal jetzt behalten darf", erzählt Turnier-Organisator Gerhard Girlich. "Unser ehemaliger Spieler und Metallbauer Thomas Hobner hat ihn selbst gebaut", erklärt der Abteilungs- und Spielleiter des SVW.


Kein guter Tag für Hertha Aisch

Hobner, der inzwischen für den SC Hertha Aisch aufläuft, hatte an diesem Tag nicht viel zu feiern. Der A-Klassen-Aufsteiger setzte seine Serie von vor der Winterpause fort, als das Team von Trainer Mike Schwarz drei Mal in Folge unterlag. Der SC verlor nicht nur alle drei Partien in Gruppe A, sondern auch das Spiel um Platz 7 gegen den FV Elsendorf und trat mit 34 Gegentoren die Heimreise an.

Nicht viel besser lief es für die erste Mannschaft des Gastgebers. Im letzten Gruppenspiel gegen den ASV Höchstadt (Kreisklasse 1 ER/PEG) stand es 1:1. Mit diesem Ergebnis wären die beiden Gegner sowie der TSV Lonnerstadt (Kreisliga 1) punktgleich gewesen, in einer Dreier-Tabelle hätte der Tabellenzweite der A-Klasse Bamberg 1 die Nase vorn gehabt. Doch der ASV erzielte kurz vor Schluss das 2:1, sodass Höchstadt und Lonnerstadt ins Halbfinale einzogen.

In Gruppe B wurde der Titelverteidiger seiner Favoritenrolle gerecht. Die zur Winterpause auf dem Aufstiegsrelegationsplatz der Kreisliga Bamberg stehende Mannschaft behielt sowohl gegen die B-Klassisten Weingartsgreuth und Wachenroth II als auch gegen A-Klassist Elsendorf die Oberhand. Als Überraschungsmannschaft erwies sich der in der Außenrunde wieder alleine startende FSV. Nach der Auflösung der Spielgemeinschaft mit dem FV barg das Duell Brisanz. "Fast jedes Spiel war ein Derby. Es blieb aber immer fair", sagt Girlich. Im Halbfinale war Höchstadt allerdings eine Nummer zu groß für den Außenseiter.

Im vorweggenommenen Finale zwischen Lonnerstadt und Schlüsselfeld gewann der spätere Sieger mit 4:3. Nach dem ersten Platzierungsspiel standen sich die beiden Ausrichter-Teams im Spiel um Rang 5 gegenüber. "Da war Feuer drin", erinnert sich Girlich. Wachenroth I distanzierte die aus Akteuren der "Ersten" und "Zweiten" gemischte Mannschaft zumindest auf dem Papier klar mit 11:3. Das kleine Finale ging nach Siebenmeter-Schießen mit 11:10 an Lonnerstadt, so dass die anfangs überzeugenden Weingartsgreuther mit dem Negativerlebnis aus zwei Pleiten auf die im Foyer der Halle steigende After-Show-Party gingen. Dort legte ein DJ bis weit nach Mitternacht auf.

Zunächst gab es aber das Endspiel zwischen den beiden Gruppensiegern, das der TSV mit 3:1 für sich entschied und den Hobner-Pokal zum dritten Mal in die Höhe stemmen durfte.


Jonas Breun wieder in Torlaune

Neben der gelungenen siebten Auflage des Cups von Hauptsponsor und Namensgeber Holger Vogel (Ingenieure für Sicherheitstechnik) und dem Sieg im Einlage-Spiel der Wachenrother E-Jugend gegen die befreundete Mannschaft der SpVgg Thierberg (bei Scheinfeld) hatte der SVW zwei weitere Gründe zum Feiern: Jonas Breun, der in der A-Klasse 1 mit 14 Treffern Garant für den Wachenrother Erfolg ist, schnappte sich mit elf Treffern in nur vier Partien die Torjägerkanone. Zudem wurde Michael Heckel von den acht Teilnehmern zum besten Torwart des Turniers gewählt. Bei der Abstimmung zum besten Spieler gewann der Schlüsselfelder Damian Rzedkowski, der den Wettbewerb mit seiner Leistung geprägt hatte.