Mit 27:20 (13:9) siegte der HC Erlangen gegen die aufopferungsvoll kämpfende HF Merzig/Brotdorf und zieht in die zweite Runde des DHB-Pokals ein. Die Gastgeber aus dem Saarland hielten lange mit und zeigten sich bis zur letzten Minute sehr spielfreudig.
Im engen Thielspark, wo die Gastgeber die mitgereisten Erlanger Fans ausgezeichnet empfingen und betreuten, wussten die Wölfe sich gegen die Bergemänner tapfer und aufopferungsvoll kämpfend zu wehren. Wenngleich die Erlanger bemüht waren, die Angriffe in die Breite zu tragen und dann immer wieder das Tempo mit gezielten Pässen zu forcieren, schafften es die Beine der Hausherren, sich stetig und konsequent mit zu bewegen, so dass die erwarteten Lücken nicht immer aufreißen wollten. Trotzdem suchten und fanden die Erlanger Rückraumschützen auch immer wieder den erfolgreichen Abschluss.

Angreifer stiften viel Unruhe


Über den Großteil der ersten Hälfte schafften es die Handballfreunde von der Saar, die Begegnung vom Ergebnis her ausgeglichen zu gestalten. Im Angriff sorgte beispielsweise der kleine und extrem bewegliche Mathias Böhm für Unruhe, da er bei einer Körperlänge von gerade einmal 1,68 Metern den deutlich höher gewachsenen Nienhaus vor eine ungewohnte Abwehraufgabe stellte. Selbst in den Phasen, in denen man das Gefühl hatte, dass der HC den Vorsprung deutlich ausbauen könnte, ließen sie sich nicht abschütteln und bissen sich wahrlich fest, so dass die Unistädter nur einen kleinen 13:9-Vorsprung mit in die Pause nahmen.

Souveränes Pflichtspiel-Debüt


Auf Erlanger Seite feierte der aus der eigenen Jugend stammende Lukas Böhm sein Pflichtspiel-Debüt und löste dies zunächst souverän in der Abwehr, ehe er sogar noch ein sehr sehenswertes Anspiel und auch ein eigenes Tor beisteuern konnte. Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit konnte sich der HC immer souveräner absetzen und spätestens nach einem durch René Selke gehaltenen Siebenmeter beim Stand von 15:18 war den immer mutig auftretenden Wölfen der Zahn gezogen. Auch wenn das Spiel entschieden war, zeigten müder werdende Gastgeber bis zur letzten Minute Spielfreude und waren den Franken somit lange einen würdigen Gegner.
Die nächste Pokalrunde findet am Mittwoch, 26. September, statt, doch das erste Heimspiel in der zweiten Handball-Bundesliga steht beim HC Erlangen bereits am kommenden Samstag, 1. September, gegen Friesenheim auf dem Plan. Anwurf ist wie gewohnt um 20 Uhr in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle, die die begeisterungsfähigen Zuschauer hoffentlich wieder zu einer Festung machen werden. ft