Ein kleines Jubiläum feierten einige Läufer des TSV Neuhaus, die den Saisonabschluss zum 20. Mal am Wolfgangsee feierten. Andere wagten sich beim Fackellauf in Burghaslach auf die Strecke.

Die 27 Kilometer rund um den Wolfgangsee wollten Inge Humann-Günther, Sabine Hein und Mathias Collisi bewältigen. Trotz des Nieselregens am Vortag hatte die Sonne gegen 10 Uhr den Nebel über dem See weggeputzt. Die Blätter der Bäume leuchteten herbstlich, aber die Temperaturen stiegen - läuferfreundlich - nicht über elf Grad. Die Strecke entlang des Ufers mit dem herrlichen Ausblick auf die umgebenden Berge macht diesen Lauf um den Wolfgangsee zu etwas Besonderem, vorausgesetzt, man hat nach rund drei Kilometern den 200 Meter hohen Auf- und Abstieg über den Falkenstein gut überstanden.

Inge Humann-Günther, die bei diesem Lauf das 20. Mal in Folge startete, spulte ihre Kilometer ohne größere Anstrengung ab. "Meine Füße liefen ganz von alleine, ich habe gemerkt, dass ich im Marathon-Training bin", lautete ihr Kommentar im Ziel, das sie diesmal nach 2:34:17 Stunden erreichte. Damit war sie sechs Minuten schneller als im Vorjahr und wurde Fünfte in ihrer Altersklasse (W60).

Sabine Hein, die mit Inge Humann-Günther im Training für den Nizza-Cannes-Marathon steckt und den Wolfgangseelauf erst zum zweiten Mal bestritt, kam nach 2:59:03 Stunden ins Ziel und freute sich über Rang 20 in der Altersklasse W50. Matthias Collisi, jüngster Neuhauser auf der großen Runde, hatte sich die Strecke gut eingeteilt und auf den Rat der erfahrenen Läufer gehört: Er sparte "seine Körner" für den steilen Anstieg am Falkenstein und finishte nach 2:44:37 Stunden als 104. der der Altersklasse M20. Für den ersten Start über diese schwierige Strecke eine hervorragende Zeit. "Für mich war gut, dass wir uns vor dem Rennen den Anstieg auf den Falkenstein angeschaut haben, da konnte ich mir meine Kräfte besser einteilen", sagte Collisi.

Die Fangemeinde hatte sich auf halber Strecke und im Ziel postiert und feuerte die Teilnehmer an. Für Humann-Günther wurden sogar Transparente aufgerollt: "Inge 20 x in Folge dabei, abgehakt".

Drei Läufer des TSV Neuhaus starteten zeitgleich beim Uferlauf über zehn Kilometer und erfreuten sich am Blick auf die grandiose Bergkulisse. Ingrid Bachmeier absolvierte die Strecke in 50:41 Minuten und siegte in der W60-Konkurrenz. Julia Gauch startete kurzentschlossen ohne große Vorbereitung und erreichte in 1:04:23 Stunden Platz 79 (W20) vor Michael Kleiböhmer (M55), der 1:06:26 Stunden benötigte.

Nach dem Läuferfeld ging auch die Walkinggruppe mit Wolfgang Häuser, Maria und Olaf Straßburg, Petra Kleiböhmer und Uli Günther auf die Zehn-Kilometer-Runde, wurde dabei aber von 27-Kilometer-Sieger Tuei Hosea überholt, der nur 1:30:30 Stunden benötigte.


Andrang in den Schülerklassen

Mit mehr als 400 erfolgreichen Startern wurden die Teilnehmerzahlen beim Burghaslacher Fackellauf im Vergleich zu den Vorjahren nochmals deutlich übertroffen. Neben bekannten und befreundeten Vereinen begrüßte der gastgebende TSV viele Teilnehmer aus neuen Laufgruppen und ohne Verinszugehörigkeit. Auch 30 Flüchtlinge aus Herzogenaurach, Münchaurach, Oberreichenbach und Burghaslach waren am Start. Besonders erfreulich war, dass über 100 Mädchen und Jungen im Schüleralter (bis U12) an den Start gingen. Für den TSV Neuhaus waren Jürgen und Max Engel dabei. In der Altersklasse M45 wurde Jürgen Engel 45. (46:32 Minuten), Max Engel war eine Sekunde schneller, was Rang 12 bei der männlichen Jugend (U18) bedeutete.