Die Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach biegen am kommenden Wochenende stark in Richtung Saison-Endspurt ein. Denn wenn die Longhorns am Sonntag (16 Uhr) nach Oberhaching reisen, steht bereits das 20. Saisonspiel an - was zugleich bedeutet, dass nur noch sieben auf dem Programm stehen. Aus denen will die TSH mindestens noch zwei Siege holen, um so den Klassenerhalt zu sichern.

TSV Oberhaching - TS Herzogenaurach

Wenn einer jener Siege gegen die Oberhachinger gelingen sollte, wäre dies definitiv ein großes Plus, da sie den tabellarisch besten Gegner im ausbleibenden Herzogenauracher Programm darstellen. Die Mannen aus Oberbayern belegen derzeit den sechsten Tabellenrang und haben 22 Punkte auf der Habenseite, während die Longhorns mit zwölf Zählern auf dem elften Platz stehen. Das Hinspiel verloren die Herzogenauracher mit 65:75 und gehen als klarer Underdog in das Spiel.

Allerdings setzten die Herzogenauracher in der Vorwoche ein kleines Ausrufezeichen, da sie den Tabellenführer TSV Nördlingen am Rande einer Niederlage hatten und sich erst in den Schlussminuten geschlagen geben mussten. Als weiteres positives Zeichen für die Aurachstädter darf die Rückkehr von Markus Person gesehen werden - nun haben die Longhorns endlich wieder einen gelernten Aufbauspieler in ihren Reihen. Mit ihm dürfte mehr Struktur in die Offensive der Herzogenauracher zurückkehren, was vor allem den Topscorern Mike Kaiser und Ryan DeMichael entgegenkommen wird, da sie sich fortan wohl nicht mehr um den Spielaufbau kümmern müssen. Dementsprechend konnten sich die Longhorns im Training darauf konzentrieren, am Feinschliff der Offensive zu arbeiten. "Sicher gehen wir als Underdog ins Spiel, aber wir haben nun endlich wieder eine fast komplette Mannschaft zur Verfügung und haben gegen Nördlingen bewiesen, dass wir fortan wieder gegen jedes Team in dieser Liga eine Chance haben und genau diese wollen wir nutzen", sagt Longhorns-Trainer Angelos Plantzas.

Nur ein richtiges Defizit

Doch auch wenn es für die Oberbayern um nichts mehr geht und sie weder auf- noch absteigen können, dürften sie alles in ihrer Macht stehende tun, um ihr Heimspiel gegen ein Team aus der unteren Tabellenhälfte zu gewinnen. Der große Trumpf des TSV ist, dass er eine extrem starke Center-Riege vorweist. Mit Ex-Junioren-Nationalspieler Moritz Wohlers, der mit 15,6 Punkten pro Partie auch der Topscorer der Oberbayern ist, sowie Alexander Gotzler und Milan Grujic haben sie gleich drei Spieler, die über zwei Meter groß sind. Zusammen sichern sie sich durchschnittlich mehr als 20 Rebounds und dominieren so die Bretter.

Die kleinere Riege der Oberhachinger ist zwar auch nicht zu verachten, jedoch nicht ganz so stark einzuschätzen. Allerdings zählt Aufbauspieler Florian Börstler zu den besseren Regionalliga-Spielern und so müssen die Herzogenauracher auf allen Positionen jederzeit konzentriert sein. "Wir haben gut trainiert und uns mittlerweile in unserem neuen Setup gefunden. Daher gehen wir optimistisch ins Spiel", sagt Plantzas.

Sofern es ein Defizit im Spiel der Gastgeber gibt, so ist dies sicherlich das Tempo. Denn mit ihren großen Centern sind sie nicht wirklich agil auf den großen Position. Anders als die Longhorns, die dort mit DeMichael und Toni Donhauser über zwei sehr bewegliche Spieler verfügen.