Abteilungs- und Spielleiter ist er schon, im März hat Peter Fehrer beim SV Bubenreuth auch noch das Amt des Kassiers übernommen. Nach dem direkten Wiederabstieg aus der Kreisklasse 1 sind aber erstmal die sportlichen Funktionen des 53-jährigen Bubenreuthers gefragt.

Der SV Bubenreuth ging mit nahezu unverändertem Kader in die Kreisklasse. Warum folgte nach dem souveränen Aufstieg trotzdem der deutliche Abstieg?
Peter Fehrer: Der Sturm, der uns mit fast 50 Toren nach oben geschossen hatte, fiel aus. Stefan Fabian hatte Bandscheibenprobleme und hat in dieser Saison nur neun Partien absolviert. Florian Zerpies hatte lange mit seinem im März 2015 erlittenen Fußbruch zu kämpfen. In der Rückrunde fiel fast die komplette Viererkette aus, sodass die Akteure aus der zweiten Mannschaft häufig doppelt ran mussten. Dazu hat sich einfach gezeigt, dass die Kreisklasse eine andere Nummer ist.

Hatten Sie in der Winterpause die Möglichkeit, Spieler nachzuverpflichten?
Es war eine Option. Wir haben uns auch mit Spielern unterhalten, aber wenn du unten stehst, ist es verdammt schwer, Leute zu bekommen. Wer will schon gegen den Abstieg spielen?

Der SV war seit dem zweiten Spieltag durchgängig auf einem Abstiegsplatz. Bis wann hatten Sie trotzdem Hoffnung, dass der Klassenerhalt noch gelingen könnte?
Die Wintervorbereitung war zwar schlecht, dennoch haben wir das zweite Spiel nach der Pause gegen den späteren Meister TSV Hemhofen gewonnen. Da war sicherlich viel Glück dabei, aber die Motivation der Spieler war da. Gegen Hausen und Heroldsbach haben wir jeweils einen Punkt erkämpft. Aber die Konkurrenz hat auch gepunktet. Vor allem Wimmelbach hatte plötzlich einen Lauf.

Uns wurden die Verletzungsmisere und der Trainingsrückstand vieler Spieler zum Verhängnis, weil wir für die engen Spiele nicht fit genug waren. Nach dem Sieg gegen die Kickers habe ich noch an den Nichtabstieg geglaubt, aber irgendwann war der Zug abgefahren.

Die letzten acht Begegnungen gingen verloren. Erklärt das auch die 106 Gegentore?
Zum Großteil, ja. Wir haben 52, also fast die Hälfte davon in diesen acht Spielen kassiert. Die Luft war da einfach raus.

In der kommenden Saison muss Bubenreuth also wieder in der A-Klasse ran. Wie sehen die Personalplanungen aus?
Florian Zerpies wechselt zum TV 48 Erlangen, Stefan Fabian zieht sich zu den Alten Herren zurück. Ansonsten bleibt das Team zusammen. Von den Kickers haben wir Stefan Wurrwitz verpflichtet und nach langer Pause wegen eines Kreuzbandrisses fängt Tobias Keil wieder an. Er war zuletzt beim TSV Marloffstein, von wo auch unser neuer Trainer Thomas Bayer kommt. Wir hätten gerne mit Arne Küch weitergemacht, er will sich aus familiären Gründen aber zurückziehen. Wenn am Dienstag die Vorbereitung beginnt, sind hoffentlich auch wieder die Verletzten und Angeschlagenen der vergangenen Saison an Bord.

Wie lautet das Ziel für die Saison?
Wir wollen oben mitspielen. In der Winterpause ziehen wir Bilanz. Und vielleicht sind wir dann ja in einer besseren Position, um neue Spieler zu holen.


Ablauf: In den nächsten Wochen, bis die neue Saison beginnt, führen wir Gespräche mit verschiedenen Absteigern aus dem Fußballkreis Erlangen/Pegnitzgrund, die in der kommenden Spielzeit einen Neuanfang in einer tieferen Klasse machen müssen.