Es war ein Start-Ziel-Sieg mit Ansage, fast wie Sebastian Vettel bei der Formel 1 in Shanghai. Daniel Hoseus war zum wiederholten Male nicht zu schlagen beim Jedermann-Zehnkampf der Turnerschaft Herzogenaurach.
Die 6000-Punkte-Marke konnte der Herzogenauracher zwar nicht knacken, war aber knapp dran. Vor allem die Wurfdisziplinen kosteten ihn wertvolle Punkte, ansonsten lieferte Hoseus über die zwei Tage und zehn Disziplinen aber einen sehr soliden Wettkampf ab. 74 Teilnehmer stellten zwar keinen Rekord dar, aber seitens des Veranstalters zeigte man sich sehr zufrieden.
Es gibt jedoch einen Rekord. Den verteidigt Philipp Struß seit Jahren. 17-mal bestritt er mittlerweile den Herzogenauracher Zehnkampf. Und jedes Mal mit Erfolg, auch in diesem Jahr. Aber auch die anderen Starter der Turnerschaft konnten sich über hervorragende Platzierungen nach einem recht ansprechenden Wochenende freuen. Neben gutem Sport gab es auch Sehenswürdigkeiten. Der Fürstenfeldbrucker Andreas Stegner kam, was ihm auch gleich seinen Spitznamen einbrachte, in Obelix-Klamotten. Doch der Zaubertrank hatte nicht die erhoffte Wirkung. Nicht dabei war diesmal der Mitbegründer der Veranstaltung, Peter Müller, da er seine Schützlinge bei einem anderen Wettbewerb betreute.
Aber der Trainer wird sich die einzelnen Ergebnisse seiner Athleten anschauen, um im Training darauf eingehen zu können. Leichtathletik-Abteilungsleiter Jürgen Bauer freute sich über die zahlreiche Unterstützung der Vereinsmitglieder, die alles "voll im Griff" hatten, über das ideale Wetter und die guten Leistungen seiner Sportler. "Vor allem freut mich jedes Jahr die Atmosphäre, das freundschaftliche Miteinander. Da macht es einfach Spaß, den Wettkampf vorzubereiten und auch zu begleiten", sagte Bauer.