Über 150 Tage ist es her, dass der Eishockey-Bayernligist Höchstadter EC letztmals während eines Spiels dort stand, wo es der Name der Sportart eigentlich vermuten lässt: Auf dem Eis. Am heutigen Freitag beginnen die Panzerechsen nach langer Wartepause nun mit der heißen Vorbereitungsphase auf die kommende Spielzeit, wenn bei den Haßfurt Hawks um 19 Uhr das erste Vorbereitungsspiel auf dem Programm steht.

Mit dabei ist auf Seiten der Panzerechsen dann auch Philipp Seelmann. Der 18-jährige Stürmer wechselt aus der Talentschmiede des SC Riessersee (DNL 2) an die Aisch. Seelmann, der in Höchstadt mit der Nummer 22 auflaufen wird, fing wie der letzte Alligators-Neuzugang Lukas Lenk zum 1. September eine Ausbildung in der Region an. "Selbstverständlich geben wir einem jungen, ehrgeizigen Spieler, der zudem ganz in der Nähe von Höchstadt sesshaft geworden ist, die Chance, sich zu zeigen und sich weiterzuentwickeln", sagte Teammanager Daniel Jun.


Auf Geistersuche

Vergangenen Samstag läutete der HEC die Saison mit einer Mannschaftspräsentation vor Sponsoren und prominenten Gästen wie Bürgermeister Gerald Brehm (JL) oder Landrat Alexander Tritthart (CSU) ein. Doch auch den Fans sollen die Neuzugänge schon bald offiziell präsentiert werden, wenn am Samstag, 26.September, ab 13.30 Uhr das traditionelle Stadionfest und die Nachwuchstage stattfinden.

Höhepunkt der Saisoneröffnung wird um 16 Uhr das erste Vorbereitungsspiel der Alligators auf eigenem Eis gegen den ERSC Amberg sein. Wie schon im vergangenen Jahr ist der Eintritt zum Fest und während des Spiels zu den Stehplätzen frei. An diesem Tag können zudem die Dauerkarten für die kommende Saison direkt am Stadion abgeholt werden.

Vorher heißt es für die Alligators aber noch einmal schwitzen und sich als Team finden. Bisher durfte die Truppe des neuen Trainers Stan Mikulenka schon einige Trainingseinheiten in Haßfurt absolvieren. Das heutige Spiel ist daher der sportliche Dank der Alligators an die Gastgeber. Direkt nach dem Spiel geht es dann über das Wochenende ins Trainingslager in die Tschechische Republik nach Slany. Wie in den vergangenen Spielzeiten soll in dem Ort nahe der Hauptstadt Prag erneut jener Teamgeist gefunden werden, der die Aischgründer in der vergangenen Saison bis ins Finale der Bayernliga führte.

Haßfurt hat im Gegensatz zum HEC bereits zwei Vorbereitungsspiele bestritten. Gegen Lauterbach (Hessen) und den EHC Heilbronn (Baden-Württemberg) gab es mit 2:3 und 2:4 jeweils eine knappe Niederlage.


Babinsky wohl mit dabei

Bei den Hawks stehen inzwischen zwei ehemalige Höchstadter in der Verantwortung: Martin Reichert als sportlicher Leiter und Lubos Thür als Trainer. Der Kader der Haßfurter besteht vornehmlich aus Nachwuchskräften, die von den beiden Leistungsträgern David Franek und dem Tschechen Jan Slivka, der im Sommer vom Nachbarn Schweinfurt kam, geführt werden. Beim HEC dürfte Mikulenka aus dem Vollen schöpfen, nachdem auch Verteidiger Markus Babinsky, der in der vergangenen Woche noch im Ausland weilte, wohl zum Team stoßen wird. mst