Zunächst lief das Team von Trainer Walter Anheuer einem Rückstand hinterher, drehte die Partie aber noch vor der Pause. Angetrieben von dem glänzend aufgelegten Stefan Rühl, blieb die HSG immer auf Augenhöhe und feierte nach einer etwas chaotischen Schlussphase ihren nächsten Sieg.


HSG Erl./Niederlindach - HSG Nabburg/Schw. 31:30

Die Hausherren taten sich zu Beginn schwer. Während sich der Angriff immer wieder verzettelte, war die Abwehrleistung viel zu passiv und emotionslos. Die Gäste setzten sich über 7:4 bis auf 11:7 ab (20.). Nun war es Roland Schumann im Kasten der HSG, der einige Bälle entschärfte und der Mannschaft so Mut einhauchte. Drei Treffer in Folge des starken Rechtsaußens Stefan Rühl brachten den Anschluss und ein schöner Rückraumtreffer von Marco Loncar den Ausgleich. Rühl sorgte mit zwei weiteren Treffern für die Pausenführung (14:13).

Im zweiten Durchgang agierte die HSG weiter mit viel Biss, konnten aber einen 5:1-Lauf der Gäste nicht verhindern, die mit 19:17 die Führung wieder an sich rissen. Niederlindach ließ sich jedoch nicht abschütteln und blieb in Schlagdistanz. War es gegen Sulzbach noch Linksaußen Robin Schmieding gewesen, der zehn Feldtore erzielte, so war es diesmal Stefan Rühl auf der gegenüberliegenden Position, der ebenso viele Treffer markierte.
Zehn Minuten vor Schluss lag Nabburg noch immer mit 25:23 in Front, doch die Abwehr der Hausherren rückte in der Folge noch enger zusammen, und vorn wurde Lars Boolzen mit zwei schönen Kreisanspielen in Szene gesetzt, die den Ausgleich bedeuteten. Nun war es die HSG, die vorlegte und sogar auf 31:29 erhöhte. Selbst die Tatsache, dass die Gäste noch einmal bis auf ein Tor herankamen, hätte die Niederlindacher nicht stören müssen, denn sie hatten 40 Sekunden vor Schluss Ballbesitz und hätten ihren Angriff in Ruhe herunterspielen können. Doch wie schon gegen Herzogenaurach schenkten sie das Spielgerät durch einen überhasteten Abschluss wieder her. Zum Glück erahnte Bollzen einen Pass, fing den Ball rechtzeitig ab und sicherte so den vierten Sieg in Folge.

Wie schon zuvor waren es die sonst eher vernachlässigten Außenpositionen, die den Unterschied machten. Mit insgesamt neun Spielern, die sich in die Torschützenliste eintrugen, unterstrich die Mannschaft wieder einmal ihre Variabilität im Angriff.
HSG Erlangen/Niederlindach: Hutzler, Schumann- Boolzen (3), Diefenbach (1), Erhardt (5), Forstner (3), Jonas (1), Loncar (4), Rowold, Rühl (10), Sackmann, Schmieding (2/1), J. Stübinger, Willert (2)