"Nun müssen wir wohl endgültig unsere Meisterschaftshoffnungen für diese Saison begraben", so ein gefasster HVH-Vorsitzender Wolfgang Hentschke unmittelbar nach der 27:29 (12:17)-Niederlage beim fortan favorisierten SV Buckenhofen. In der Tat konnten die Herzogenauracher nach den Ergebnissen vom letzten Wochenende nochmals auf den Aufstieg hoffen, doch dürfte die Niederlage in diesem Vier-Punkte-Spiel kaum noch aufzufangen sein. Dabei zeigte sich der HVH über weite Strecken der Begegnung absolut ebenbürtig, allein zwei kurze Schwächephasen in beiden Halbzeiten gaben den Ausschlag für eine unglückliche, letztlich jedoch nicht unverdiente Niederlage.

SV Buckenhofen - HV Herzogenaurach 29:27

Schnell gingen die Gäste mit 3:1 in Front, um dann nicht minder flott den Ausgleich zu kassieren. In der Folgephase kämpften beide Teams voller Leidenschaft um jeden Zentimeter Boden, bis es Buckenhofen ab der 17. Minute gelang, einen kollektiven Blackout des HVH zu nutzen und mit fünf Toren in Front zu ziehen. Hinzu kam, dass sich Herzogenaurachs Spielertrainer Davor Petko in der 25. Minute verletzte und somit die Spielorganisation seines Teams ins Schlingern geriet. In der Abwehr zu langsam und offensiv lediglich auf Einzelaktionen bedacht, konnte man dem Gastgeber aus Buckenhofen nur noch bedingt Paroli bieten.

Die Kräfte schwinden

Dies änderte sich auch nach dem Wiederanpfiff zunächst nicht, doch ab der 37. Spielminute gelang es dem HVH wieder, mehr Spielfluss abzurufen, und schon glich man in der 42. Minute wieder zum 19:19 aus. Gerade jetzt aber machte sich das Fehlen der beiden Leistungsträger Zahn und Schöne nachhaltig bemerkbar, zumal ja auch Petko sich nur noch von der Bank einbringen konnte. So schwanden die Kräfte der fast durchgängig aktiven Feldspieler beim HVH, was zwangsläufig die Konzentration schwinden ließ und nachfolgend zu vermehrten technischen Fehlern führte.
Daher schaffte der Gastgeber in der 49. Minute erneut einen Vier-Tore-Vorsprung und auch ein letztes Aufbäumen der Gäste zum 26:28 in der 58. Minute konnte das Blatt nicht mehr wenden. Die Chancen auf einen Sieg waren jedoch vorhanden, auch zeigten die Herzogenauracher lange Zeit eine kämpferisch und spielerisch gute Leistung, doch eben nicht über die gesamten 60 Minuten, und diese Blöße gab sich der Gastgeber nicht.
"Buckenhofen wirkte einen Tick organisierter als wir, obwohl ich mit unserer Mannschaftsleistung nicht unzufrieden war. Spätestens jetzt hat bei uns aber jeder gemerkt, dass wir deutlich zulegen müssen in Sachen Trainingsintensität, um die selbsternannten Ziele zu schaffen", so Hentschke.