Zur Rückrunde der vergangenen Saison wagte Martin Schnappauf den Sprung vom FSV Großenseebach aus der Kreisliga 1 ER/PEG zum ASV Veitsbronn-Siegelsdorf in die Landesliga. Eine halbe Spielzeit und zwei Spiele der aktuellen Runde später ist der 24-Jährige zurück bei den Freunden, in der Heimat. Den Ausschlag für die Rückkehr gaben weniger sportliche Aspekte, sondern ein familiärer Schicksalsschlag.

Wer hat Sie angespielt?
Martin Schnappauf: Alessandro Seria vom ASV Weisendorf, mit dem ich seit seinen zwei Jahren bei uns in Großenseebach sehr gut befreundet bin. Wir versuchen, den Kontakt so gut es geht zu halten. Erst letztes Wochenende waren wir zusammen weg. Nach Mallorca ist er leider nicht mitgekommen. Dort bin ich gerade mit einem anderen ehemaligen Teamkollegen: Stefan Linsenmayer vom SC Adelsdorf. Im Laufe des heutigen Samstags fliege ich wieder nach Hause und werde am Sonntag pünktlich auf dem Platz stehen.

Apropos zurück: Nach etwas mehr als einer halben Saison beim ASV Veistsbronn-Siegelsdorf in der Landesliga Nordost sind Sie im Sommer zum FSV zurückgekehrt. Was war der Anlass für Ihren Wechsel und Rückwechsel?
Ich hatte zuvor nie woanders als in Großenseebach gespielt. Seitdem ich bei den Herren bin, habe ich stets in der Kreisliga gekickt. Ich wollte einfach wissen, ob mein Können für die Landesliga reicht. Anfangs habe ich meine Einsatzzeiten bekommen, später nicht mehr so viel. Als mein Vater im Mai gestorben ist, wollte ich zurück zu meinen Kumpels und Bruder Bernd. Er spielt allerdings selten, da er in Rosenheim studiert.

Am Sonntag sind Sie bei Schlusslicht Großdechsendorf zu Gast. Sind dort drei Punkte Pflicht?
Die Partie ist zwar nicht ganz so brisant wie die gegen Heßdorf oder Weisendorf, aber es ist ein Derby und nur ein Sieg zählt. Der FC hat am vergangenen Wochenende seinen ersten Saisonsieg geholt und wir haben extreme personelle Probleme, aber das darf uns nicht einschüchtern. Ich selbst laufe seit dem Spiel in Eggolsheim vor vier Wochen mit einer angerissenen Kniesehne auf.

Was war Ihr größter fußballerischer Erfolg?
Zum einen der Aufstieg in die Kreisliga in der Jugend. Zum anderen der Klassenerhalt über die Relegation 2013. Leider fiel ich auch damals mit einem Muskelfaserriss aus und konnte die Rettung nur von der Bank aus verfolgen. Wir hatten in der Hinrunde nur sieben Zähler geholt, jeder hat uns als sicheren Absteiger abgestempelt. Zur Rückrunde übernahm Udo Prell das Traineramt und wir haben uns noch rausgeboxt.

An wen geht Ihr Steilpass?
An Julian Leitner von der SpVgg Heßdorf, der ebenfalls mit mir auf Mallorca ist. Wir sehen uns fast auf jeder Kerwa der Region.


Steilpass-Regeln: Das Spielfeld bilden die Landkreise Erlangen-Höchstadt und Forchheim. Verboten sind Kurzpässe, also Zuspiele innerhalb des eigenen Vereins, und Rückpässe zu bereits angespielten Aktiven.