"Die Mannschaft hatte sich vor vornherein vorgenommen, um den Aufstieg mitzuspielen, und wie sie das nun geschafft hat, ist beeindruckend", sagte Abteilungsleiter Andreas Dennerlöhr, der vor dem Derby in Höchstadt aber eine gewisse Anspannung gespürt hatte. "Es hat ja nur noch ein Sieg gefehlt, aber die Jungs wollten unbedingt schon heute alles klar machen."
Dementsprechend ausgelassen ging es deshalb nach dem Schlusspfiff zu, als alle Anspannung abfiel. Eine Stunde feierten die Etzelskirchener auf dem rasen des Nachbarn, ehe es zum Duschen ging. Dann wurde die Aufsteiger-Mannschaft im Traktor-Konvoi zum eigenen Sportheim eskortiert wo die Sause weiterging. "Nächste Woche sind wir spielfrei, deshalb werden wir die nächsten Tage zum Feiern nutzen", versprach Dennerlöhr.
In den weiteren Partien des Tages offenbarte der SC Hertha Aisch schwere Defizite im Abschluss und leistete sich darüber hinaus, individuelle Fehler, die die angespannte Situation im Tabellenkeller noch prekärer machen. Der TSV Röttenbach II trennte sich unentschieden (1:1) vom SC Gremsdorf, die Partie des TSV Hemhofen wurde abgesagt, weil die Gastgeber aus Burk mit Spielermangel zu kämpfen haben.

TSV Höchstadt - SpVgg Etzelskirchen 1:3

Vor 270 Zuschauern präsentierten sich die Gastgeber auf Augenhöhe und gingen sogar in Führung, als Brehm den Gäste--Keeper umkurvte und zum 1:0 einschob (7.). Doch das hatte nur zwei Minuten Bestand, denn Wellein nutzte einen berechtigten Foulelfmeter zum Ausgleich. Die SpVgg Etzelskirchen hatte nur leichte optische Vorteile, war vor dem Tor aber deutlich entschlossener. So nutzte Wellein einen Abwehrfehler zum 1:2 (20.), das den Halbzeitstand bedeutete. Nach der Pause musste das Spiel für zehn Minuten unterbrochen werden, weil sich der Schiedsrichter eine Zerrung zugezogen hatte. Nach kurzer Behandlung konnte er aber weitermachen und ermöglichte so die Aufstiegsparty, die Geyer nach einem Querpass von Calina mit dem Treffer zum 1:3 in trockene Tücher brachte (67.). In der Folge gab es hüben wie drüben noch ein paar Chancen, am Ergebnis änderte sich aber nichts mehr.

SC Hertha Aisch - TSV Neuhaus 0:3

So unterschiedlich, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war der fußballerische Unterschied nicht, doch die Heimelf machte haarsträubende individuelle Fehler und war im Vorwärtsgang schlichtweg zu harmlos. Christian Danzel nutzte einen Abwehrfehler zur Führung (44.). Zwei Konter, die Thomas Neuper (55.) und Matthias Collisi (59.) vollendeten, besiegelten innerhalb kürzester Zeit das Schicksal der Aischer, die sich nun ernsthaft Gedanken darüber machen müssen, wie sie das Abrutschen in die Abstiegszone verhindern wollen. Das Restprogramm hat es in sich.