Spielertrainer Ingo Kundmüller reagierte auf die verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfälle von Thomas Janson, Thomas Josnik, Jürgen Wonner, Tim Odemer, Jannik Benz und Marco Loncar rechtzeitig. Mit Jan Thomsen und Markus Hentschke kehrten zwei reaktivierte TSHler ins Aufgebot zurück, sodass erneut ein 14-Mann-Kader ins Rennen geschickt werden konnte.

HG Amberg - TS Herzogenaurach 24:29

Die Gäste hatten einen Blitzstart, obwohl sie in den ersten acht Minuten bereits drei Zeitstrafen hinnehmen mussten. Lediglich einmal lagen die Schuhstädter im Laufe der gesamten Partie gegen den Tabellenvierten hinten - nämlich beim 1:0 der Hausherren. Von da an übernahm die TSH das Kommando. Über schnelle Tempogegenstöße oder sehenswerte Kreisanspiele an Thomas Neumann wurde der gut aufgelegte Keeper der Amberger ein ums andere Mal überwunden. Währenddessen hinterließ die Defensive einen rundum stabilen Eindruck. Diese legte den Grundstein für eine komfortable Führung (9:2), die konsequent verwaltet wurde.
Linksaußen Gregor Hübner stach in den ersten zwanzig Spielminuten durch sehenswerte Konter hervor und war maßgeblich daran beteiligt, dass die Turnerschaft mit sieben Toren Vorsprung (18:11) in die Halbzeitpause gehen konnte.
Im zweiten Durchgang knüpften die Herzogenauracher an dieser Leistung größtenteils an. Während ein bärenstarker Martin Manz das eigene Gehäuse regelrecht vernagelte, fand Rechtsaußen Peter Kares ein ums andere Mal eine Lücke im gegnerischen Abwehrverbund und trug sich insgesamt zehnmal in die Torschützenliste ein. Selbst von einer offensiveren Deckung und der aufgeheizten Stimmung in der Halle ließen sich die Herzogenauracher nicht beeinträchtigen. Zwar ließ in den letzten Spielminuten die Konzentration etwas nach, und Amberg betrieb etwas Ergebniskosmetik (20:25). Allerdings änderte auch dies nichts mehr am Spielausgang.
Kundmüller zeigte sich nach Abpfiff überglücklich: "Die Jungs haben das heute ganz abgezockt, clever gemacht. Selbst als das Publikum für eine hitzige Atmosphäre im zweiten Durchgang gesorgt hat, sind wir einfach weiter unseren Weg gegangen. Super. Jetzt muss unsere ganze Konzentration auf nächster Woche liegen." Denn da wartet mit dem ESV Regensburg die nächste heimstarke Mannschaft auf die TSH.

Von Spieltag zu Spieltag denken

Diese rangiert - nach dem erneuten Punktverlust der SG Regensburg - mit einem Punkt und einem Spiel mehr auf dem ersten Tabellenplatz. "Es ist schön, dass sich die Jungs so für ihre harte Arbeit belohnen. Aber letztlich müssen wir von Spieltag zu Spieltag denken, da wir jetzt nur noch Topmannschaften gegen uns haben werden", warnt Kundmüller. Unabhängig davon kann der 37-Jährige mit der bisherigen Leistung seiner Schützlinge sehr zufrieden sein.