Der FC Herzogenaurach baute durch den 3:1-Sieg in Adelsdorf seinen Vorsprung an der Tabellenspitze der Kreisliga 1 auf drei Punkte aus. Schärfster Verfolger ist nun der ASV Weisendorf, der gegen den FC Burk mit 4:0 erfolgreich war. Im Tabellenkeller sind die Vorentscheidungen gefallen. Neben der SpVgg Erlangen II ist nun auch der TKV Forchheim nach der Heimniederlage gegen Großdechsendorf so gut wie sicher abgestiegen. Für die SpVgg Uehlfeld dürfte nach der Heimniederlage gegen Großenseebach der Abstieg ebenfalls nur noch schwer zu verhindern sein.

Das Spitzenduo aus Hemhofen und Oesdorf hat sich durch Siege oben in der Tabelle der Kreisklasse 1 abgesetzt und von der Möhrendorfer Niederlage in Vestenbergsgreuth profitiert. Wimmelbach feierte derweil einen Kantersieg gegen Bubenreuth und hat nun vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Das Spiel Hausen gegen Baiersdorf II musste abgesagt werden, da die Baiersdorfer nur neun Leute hatten.

Der FC Niederlindach stand sich für einen Sieg in der A-Klasse 1 ER/PEG gestern selbst im Weg, Siemens Erlangen ließ in Münchaurach zwei Punkte liegen und verpasste es, die Tabellenführung zurückzuerobern.

Für den SC Gremsdorf wird die Luft in der A-Klasse 2 ER/PEG immer dünner, nur weil sich Hausen II und Drügendorf gegenseitig Punkte klauten ist das rettende Ufer noch immer in Sichtweite. Für eine Rettung müsste das personell arg gebeutelte Team aber ein fußballerisches Wunder schaffen. Vorn geben weiter die Reserven aus Adelsdorf und Heßdorf den Ton an.


Kreisliga 1 ER/PEG: SC Adelsdorf - FC Herzogeaurach 1:3

Im Spitzenspiel zeigten die Gäste aus Herzogenaurach sofort, dass sie sich von der großen Kulisse und dem hartnäckigen Gegner nicht beeinflussen lassen wollten. Erst nachdem Marco Amling eine hochkarätige Chance vor dem Torhüter vergab, kam Adelsdorf besser in die Partie und hätte gleichfalls die Führung erzielen können. Pascal Benes Schuss ging knapp drüber, Andi Mönius scheiterte im Eins-gegen-eins an Torwart Florian Peter. Die 500 Zuschauer schwitzten im Stehen, den Spielern lief das Wasser hinunter. Bei diesem Wetter war es von entscheidendem Vorteil, das erste Tor zu erzielen, und nach 36 Minuten war es so weit. Nach einem umstrittenen Freistoßpfiff flankte Michael Thomann auf Eric Stübing, der am hinteren Pfosten zum 0:1 einschoss. Zum ungünstigsten Zeitpunkt, direkt nach der Halbzeit, legte Herzogenaurach den zweiten Treffer nach. Marco Amling legte quer auf Kevin Rockwell und es hieß 0:2 (48.). Adelsdorf musste nun aufmachen und Herzogenaurach konterte. Auf diese Weise traf Eric Stübing zum 0:3 (61.). In der Folge ließ der Gast nichts mehr anbrennen, außer bei einem Freistoß von Steffen Müller, der zum 1:3 (79.) im Tor landete. "Großer Respekt an meine Jungs. Mit einer guten Moral haben sie sich den Sieg verdient", lobte Herzogenaurachs Trainer Jakob Karches. Sein Gegenüber Manfred Dedaj haderte derweil noch mit der Szene vor dem 0:1. "Gerade als wir das Spiel dominiert haben, kommt diese Entscheidung. Danach hat es der Gegner clever gemacht."


Kreisklasse 1 ER/PEG: TSV Vestenbergsgreuth - ASV Möhrendorf 2:1

Bereits am Samstag fuhr Vestenbergsgreuth einen wichtigen Dreier gegen den Abstieg ein. Thanasi Chiarelli brachte die Hausherren nach 18 Minuten in Führung. Doch Christoph Remmelberger konnte noch vor der Pause den Ausgleich herstellen (33.). Nach dem Seitenwechsel passierte lange nichts, ehe Steffen Hack in der 84. Minute den viel umjubelten Siegtreffer erzielte. Während Greuth sich ein bisschen Luft nach unten verschafft, verliert Möhrendorf die beiden Topteams aus Hemhofen und Oesdorf so langsam aus den Augen. "In der ersten Halbzeit haben wir uns die Führung verdient, der Ausgleich fiel fast aus dem Nichts. Nach der Pause war Möhrendorf überlegen, richtig gute Chancen hatte der ASV aber nicht", berichtete Markus Brandt, sportlicher Leiter beim TSV, der angesichts der Ergebnisse auf den anderen Plätzen von drei ganz wichtigen Punkten sprach. Die nächsten Zähler können die Greuther am kommenden Donnerstag holen, dann geht es gegen Bubenreuth. "Auch das wird schwer, weil sich der SV bestimmt noch nicht aufgegeben hat und wir auf unseren Kapitän verzichten müssen", sagte Brandt weiter.


A-Klasse 1 ER/PEG: FC Niederlindach - TSV Frauenaurach 2:2

"Wir haben heute alle vier Tore gemacht, aber normalerweise müssen wir das Spiel klar gewinnen", sagte FCN-Abteilungsleiter Horst Biemel. Niederlindach kam gut aus der Kabine, Stanislav Stefanovsky traf sehenswert per Fernschuss (5.). Im Gegenzug gelang Frauenaurach der schmeichelhafte Ausgleich. Krauthäfer flankte scharf, im Zentrum bugsierte Markus Scharf das Leder ins eigene Netz (13.). Im weiteren Verlauf erzielten die Gäste einen Abseitstreffer, ehe das zweite Niederlindacher Eigentor das 1:2 bedeutete. Diesmal war Stefanovsky der Unglücksrabe (45.). Kurz nach Wiederanpfiff wurde eifrig diskutiert. Cosimo Acierno kam zum Abschluss, TSV-Torwart Gebhardt bekam den Ball erst hinter der Linie zu fassen. Doch der Referee verweigerte dem Treffer die Gültigkeit. Wenig später machte es Acierno besser, sein strammer Schuss fand den Weg in die Maschen (57.). Bis zum Ende war Niederlindach weiter am Drücker, Tore fielen aber nicht mehr. TSV-Verteidiger Emakpor sah nach einer Notbremse die Rote Karte (69.).


A-Klasse 2 ER/PEG: SC Gremsdorf - TSV Neuhaus 1:5

"Es war vom Anpfiff weg eine einseitige Angelegenheit. Wir haben das Geschehen kontrolliert und das Spiel gemacht", analysierte Gästetrainer Stephan Blersch. Ein weiter Ball auf den schnellen Stephan Nendel bescherte Neuhaus die Führung (6.). Das 0:2 fiel nach dem gleichen Muster, erneut schob Nendel ein (16.). Von den Hausherren kam wenig, so dass der Ex-Gremsdorfer Dominik Warter aus dem Getümmel heraus erhöhte (23.). Im zweiten Abschnitt bot sich ein ähnliches Bild. Neuhaus drängte, Danny Heinrich traf per Flugkopfball zum 0:4 (52.). Gremsdorf kam zwei Minuten später zum Ehrentreffer, Michael Stark staubte ab (54.). Doch das fiel nicht ins Gewicht, Thomas Neuper traf auf Vorlage von Thomas Mühl zum Endstand (59.). "Am Ende haben wir etwas zurückgeschaltet und uns dem Gegner angepasst", so Blersch.