Dabei verdienten sich die Herzogenauracherinnen vor allem mit ihrem geschlossenen Auftreten den so wichtigen Sieg gegen den Aufsteiger aus Garitz.

TS Herzogenaurach - SG Garitz/Nüdlingen 23:16


Für die rund 300 Zuschauer aber war es Anschauungsunterricht dafür wie es aussieht, wenn zwei Oberligamannschaften aus dem unteren Tabellendrittel gegen den Abstieg "flattern". Fast minütlich wechselte die Gemütslage der Fans zwischen Hoffen und Verzweifeln hin und her. Spielerisch legten die Gastgeberinnen insgesamt aber das höhere Niveau an den Tag und gewannen deshalb relativ deutlich.
Hinzu kam endlich auch wieder ein kompromissloses Miteinander, das Teamverhalten war zurück und so konnten Birte Köbberling und ihre Mitspielerinnen auch zahlreiche individuelle Fehler verkraften. Natürlich war auch ausschlaggebend, dass die TSH endlich komplett antreten konnte, sieht man mal von Frank und Kräck ab die beide eine Kreuzbandriss auskurieren.

Christina Wölfel liefert ihre beste Saisonleistung ab


Vor allem der Formanstieg von Köbberling trug wesentlich dazu bei, dass sich die TSH nach und nach absetzte. Die Seniorin im TSH-Team erinnerte phasenweise an ihre ihre fantastischen Leistungen vor ihren Verletzungsproblemen und gab zu: "Ich habe derzeit weniger Schmerzen.". Wichtig war auch, dass Lena Mergner ihre Rückenprobleme etwas ausblenden konnte, Daniela Leschke um jeden Zentimeter Boden kämpfte und Christina Wölfel nach überstandener Verletzung ihr bestes Saisonspiel ablieferte.
Überhaupt zeigte die TSH fast durchgängig eine kompakte und wirkungsvolle Abwehrarbeit, wobei die gegnerische Offensive aber auch wenig zu Stande brachte und Herzogenaurach allein mit einer bärenstarken Abwehrarbeit lange Zeit verzweifeln lies. Allen voran Torfrau Piske. Dadurch kamen die Gastgeberinnen erst nach acht Minuten zu ihrem ersten Tor (1:2). Nach 20 Minuten ging man mit 6:5 erstmals in Führung und gab diese nicht mehr ab. Selbst das obligatorische Rundumchaos zwischen der 40. und 50. Minute wurde schadlos überstanden und somit ein extrem wichtiger Sieg errungen.
Richtig freuen konnte sich Hermannsädter dann aber doch nicht: "Nächste Woche fehlen mit Köbberling, Bestle und Wölfel wieder drei Rückraumspielerinnen." Wahrlich keine gute Voraussetzungen für den nächsten Abstiegsfight.