Unentschieden trennten sich der HC Erlangen und die HG Saarlouis nach 60 Minuten in der 2. Handball-Bundesliga. Heiß her ging es dabei besonders in der turbulenten Schlussviertelstunde, heiser waren danach viele Zuschauer auf den wieder einmal voll besetzten Rängen der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle.

HC Erlangen - HG Saarlouis 26:26

Schon von Beginn an wollte kein rechter Spielfluss aufkommen, stattdessen entwickelte sich eine streckenweise zerfahrene und hektische Partie. Hoch war die Anzahl technischer Fehler in Abwehr und Angriff, hinzu kam ein unbequemer Gast, der unbarmherzig und durchaus abgezockt seine Chancen in der Regel konsequent nutzte.
Ein sichtlich zerknirschter Frank Bergemann musste hernach auch eingestehen, dass seine Mannschaft "nicht richtig in die Partie reingekommen ist" und dass "unser Spiel nicht gut war." Widersprechen mochten ihm dabei die Wenigsten: Gleich zu Beginn wurde oft überhastet und unkonzentriert agiert, erfolgreiche Balleroberungen postwendend in leichte Ballverluste umgewandelt. Trotz alledem führte der HCE nach zehn Spielminuten mit drei Toren (6:3). Doch anstatt den Vorsprung auszubauen, waren es plötzlich die Gäste, die nach 20 Minuten mit 8:7 vorne lagen, ehe Daniel Pankofer mit einem seiner vier Treffer den 12:12-Pausenstand erzielte.

Link lässt Hoffnung keimen

Leider war auch in der zweiten Halbzeit keine Besserung in Sicht. Zwar schaffte es der HC Erlangen, bis zur 38. Minute mit 17:15 in Führung zu gehen, doch die HG Saarlouis drehte innerhalb von acht Minuten das Blatt und lag nun ihrerseits mit 20:17 vorne. Eine Führung, die die Gäste immer wieder aufs Neue verteidigten Die Bergemänner schafften es maximal, wieder auszugleichen, der Führungstreffer wollte aber einfach nicht fallen.
Zuletzt war es Nikolai Link, der 90 Sekunden vor dem Schlusspfiff zum 26:26 ausglich. Daraufhin folgte noch einmal eine Art Schnelldurchlauf der gesamten Partie: Aggressive Zweikämpfe auf beiden Seiten und umstrittene Schiedsrichterentscheidungen fachten das Feuer in der Halle noch einmal gehörig an - am Ende jedoch vergebens: Auch mit der Schlusssirene wollte der Siegtreffer für den HC einfach nicht fallen.