Doch der HCE um Pavel Horak - mit sechs Treffern erfolgreichster Erlanger - drehte die Partie noch zu seinen Gunsten und gewann mit 25:24.

Die Gäste hatten das Spiel als Gradmesser gewertet: "Wir freuen uns darauf, uns wieder mit einem der Topfavoriten der Liga messen zu können und wollen ein gutes Spiel abliefern. Wir werden sehen, wie nah dran oder wie weit weg wir von einem der erklärten Aufstiegsfavoriten sind", hatte HG-Coach Heine Jensen vor der Partie betont. Und Martin Murawski, der in der vergangenen Saison noch das Erlanger Trikot getragen hatte und mit den Saarländern nun an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte, ergänzte: "Die sportlichen Vorzeichen sind ja eigentlich klar. Erlangen will und muss gewinnen, wir können nur gewinnen. Ich freu' mich auf ein hoffentlich gutes Spiel und ein Wiedersehen mit alten Kollegen. Und vielleicht können wir den Favoriten ja auch ein bisschen ärgern."

Genau das setzten er und seine Teamkameraden von Beginn an in die Tat um. Vor 2024 Zuschauern ging Saarlouis in Führung und baute diese bis Mitte der ersten Halbzeit auf 7:4 aus. Die Erlanger hatten bis dato Schwierigkeiten ihren Rhythmus zu finden, strafften sich dann aber wieder und kamen durch Theilinger, Stranovsky und die Link-Brüder wieder auf 9:9 heran (19.). In der Folge ging es hin und her: Saarlouis legte vor, die Mittelfranken antworteten, schafften es vor der Pause aber nicht, die Partie zu ihren Gunsten zu drehen.

In der zweiten Halbzeit musste also etwas kommen - das kleine Donnerwetter von Trainer Robert Andersson schien zu fruchten. Dazu mischten jetzt Rahmel und Djozic mit, Stochl ersetzte Huhnstock im Tor. Der zeigte gleich zwei tolle Paraden und sorgte dafür, dass die HG nicht wieder davonzog. Doch die Gäste blieben immer knapp in Führung - auch weil sich der HCE einige Strafen einhandelte und in Person von Niko Link zweimal am Aluminium scheiterte. Letzterer war es aber, der nach Horaks wichtigen Treffer zum 22:23 den Ausgleich markierte. Nun schienen die Gäste etwas nervös zu werden. Erst verfehlten sie das Tor, dann wurde ein Siebenmeter die Beute von Stochl. Im Gegenzug erzielte Stranowsky das 25:24. Zum ersten Mal führten die Erlanger in diesem Spiel, und auf der Uhr stand nicht einmal mehr eine Minute. Saarlouis nahm zur Taktikbesprechung noch eine Auszeit, warf danach alles in die Waagschale. Doch die Erlanger Verteidigung ließ nichts mehr zu und rettete den knappen Erfolg ins Ziel.

HC Erlangen: Stochl, Huhnstock - Theilinger (5), J. Link (1), Preiss, Herbst (1), Nienhaus, Hess (1), Djozic, Rahmel (1), Stranovsky (5), Horak (6), N. Link (2), Thummler (3)

HG Saarlouis: Schulz, Jonczyk - Faulenbach (4), Meoki-Etxebeste (3), Spiljak, Kessler, Walz (5), Murawski (2), Weissgerber (2), Muller (2), Schulz, Polydore (6)