Passieren kann beiden Mannschaften nichts mehr. Doch ruhig werden es am letzten Spieltag weder die Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach noch die gastgebende hapa Ansbach angehen lassen. Zusätzliche Schärfe erhält das stets emotionsgeladenen Mittelfrankenderby dadurch, dass beide Mannschaften mit 18 Punkten die gleiche Bilanz aufweisen. Zudem wird der Sieger der Partie die Saison auch vor dem Verlierer beenden.

hapa Ansbach - TS Herzogenaurach

Dank des besseren Punkteverhältnisses steht die TSH als Neunter noch vor Ansbach (Elfter). "Wir haben jetzt die letzten drei Heimspiele gewinnen können und haben die Ausfälle soweit wie möglich kompensiert", sagt Herzogenaurachs Trainer Angelos Plantzas. "Deshalb gehen wir guter Dinge in die Partie. Es ist ohnehin ein ganz spezielles Spiel, in dem alles passieren kann." Beide Mannschaften haben in dieser Saison eine ähnliche Geschichte erlebt. Zwar stand zu Saisonbeginn jeweils ein starker Kader zur Verfügung, doch das Verletzungspech zerstörte jegliche Ambition, sodass beide Vereine froh sein können, dem Abstieg entronnen zu sein. Allerdings wurden die Ansbacher nicht ganz so hart getroffen, und mittlerweile haben sie wieder alle Mann an Bord.

Seit rund zehn Jahren sind bei den Gastgebern Nico Probst und Goran Petrovic die führenden Köpfe im Spiel. Mit ihrer Erfahrung wissen sie genau, was in welcher Situation zu tun ist und setzen ihre Mitspieler entsprechend ein. Nutznießer dieses kongenialen Duos sind vor allem die beiden Centerspieler Matthias Meinel und David Cline, die mit 19,2 beziehungsweise 18,4 Punkten pro Partie Topscorer ihres Teams sind und zusammen meist für mehr als fünfzehn Rebounds gut sind. Die vier Spieler bilden im Verbund mit Michael Hertlein den Kern des Spiels der Hausherren. Sie zu kontrollieren dürfte zur größten Aufgabe der Herzogenauracher werden. Beim 98:72-Sieg im Hinspiel zeigten die Longhorns bereits, wie dies gelingen kann. "Zuletzt lagen sie uns ganz gut. Unter den gegebenen Bedingungen wäre ein einstelliger Tabellenplatz ein Riesenerfolg", sagt Plantzas.

Die TSH hofft auch in dieser Woche weiterhin auf die Rückkehr von Aufbauspieler Markus Person, der eigentlich schon in der vergangenen Partie spielen sollte. Da er aber immer noch Schmerzen spürte, wurde auf einen Einsatz verzichtet. pes