Zumindest auf dem Rasen. In der Halle hatten die Mädels schon 2014 vorgelegt. Zum Saisonabschluss in der Bezirksoberliga wollen die Seebacherinnen nun mit einem Sieg gegen den designierten Absteiger TV Dittenheim noch die Vizemeisterschaft unter Dach und Fach bringen.

FSV Großenseebach - TV Dietenhofen 3:0

Die Heimelf wollte von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass der Pokal im Seebachgrund bleibt, und legte vor 100 Zuschauern los wie die Feuerwehr. Die wiedergenesene Vanessa Wolf, die lauffreudige Celine Hartmann und Verena Lechner waren schon nah dran an der Führung, dann schaffte es Elena Dehmer irgendwie, den Ball aus aussichtsreicher Position drei Meter über das Tor zu befördern. In der 24. Minute war es aber soweit: Nach einer Ecke stieg Lechner am höchsten und traf aus fünf Metern per Kopf zum eigentlich überfälligen 1:0.
Nach gut einer halben Stunde wagten dann auch die Gäste einen ersten gefährlichen Vorstoß und läuteten eine hektische Phase ein, in der durchaus der Ausgleich möglich gewesen wäre: Erst landete ein verlängerter Freistoß am Seebacher Pfosten, dann zielte eine Dietenhofenerin aus acht Metern zu hoch. Der Halbzeitpfiff kam aus FSV-Sicht zum genau richtigen Zeitpunkt, Trainer Niering hatte in der Pause einiges zu sagen.
Tatsächlich fand die Heimelf zum druckvollen Spiel der ersten 30 Minuten zurück und ließ die Gäste überhaupt nicht mehr zur Entfaltung kommen. Mit der ersten wirklich gefährlichen Großchance sorgte Großenseebach dann auch gleich für klare Verhältnisse: Katharina Sturm zog aus unmöglichem Winkel mit links ab, der Ball fand die Lücke zwischen dem Pfosten und der verdutzten Torfrau und schlug zum 2:0 ein (57.). Zehn Minuten später wurde die agile Hartmann nach einem schönen Solo unsanft von den Beinen geholt. Kapitänin Lechner schnappte sich den Ball, guckte die Torhüterin aus und traf souverän zum 3:0. Damit war der Widerstand der Dietenhofenerinnen gebrochen. Sturm traf nur den Pfosten und auch Wolf, deren Fernschuss toll gehalten wurde, verpasste es, das Ergebnis noch weiter nach oben zu schrauben. Doch auch so kannte der Jubel beim FSV keine Grenzen mehr.