Nach zwei Aufstiegen und Rang 6 in der Kreisliga mit Eggolsheim verabschiedet sich Adrian Grinjuks in die Bezirksliga zum SV Buckenhofen. Bei der WM hegt der 20-Jährige Sympathien für Deutschlands Gruppengegner USA.

Wer hat Sie angespielt?
Adrian Grinjuks: Andreas Heinlein, den ich beim DFB-Stützpunkttraining in Forchheim kennengelernt habe. Für einen Torwart ist er zwar etwas klein, aber das macht er durch seine enorme Sprungkraft wieder wett. Er war einer der besten Torhüter der Kreisliga 1. Das hat er auch im Spiel gegen uns in einigen Eins-gegen-Eins-Situationen wieder bewiesen.

Andreas hat mit Langensendelbach gerade seinen ersten Abstieg erlebt. Sie haben dagegen schon zwei Aufstiege gefeiert.
Beide Male mussten wir über die Relegation gehen. Das waren schon prägende Ereignisse. Auch wenn ich beim ersten Aufstieg aufgrund meines Alters erst in den Entscheidungsspielen eingreifen durfte. Mein fußballerisches Highlight waren aber die Jahre in den USA, wo ich zwischen meinem achten und zwölften Lebensjahr für Spirit United in der Nähe von Philadelphia gespielt habe. Damals waren wir in unserem Jahrgang die zwölftbeste Mannschaft der Staaten.

Jetzt wechseln Sie zum ersten Mal freiwillig den Verein. Wo geht es hin?
Ich werde ab der kommenden Saison für den SV Buckenhofen auflaufen. Dass sie aus der Landesliga abgestiegen sind und Trainer Rainer Gerlitz weggeht, ist schade. Ich hätte es schon gerne in der Landesliga versucht. Aber ich kann mich auch mit der Bezirksliga anfreunden. Zumal die Fahrten kürzer und der Zeitaufwand geringer sind.

In der Bezirksliga könnten Sie wieder auf den SC Adelsdorf treffen. Verfolgen Sie die Relegationsspiele?
Ich komme zwar nicht dazu, sie mir vor Ort anzusehen, aber ich informiere mich über den anpfiff-Live-Ticker. Ich denke, die Adelsdorfer hätten es aufgrund der starken Saison verdient. Auch dem SV Poxdorf gönne ich den Klassenerhalt. Sie waren die komplette Spielzeit über nicht auf einem Abstiegsplatz und gehören da auch nicht hin.
Die WM hat begonnen. Wer wird Weltmeister?
Ich habe natürlich Sympathien für die USA mit Jürgen Klinsmann als Coach und hoffe, dass sie die K.o.-Phase erreichen. Deutschland traue ich wieder das Halbfinale zu, weil in Achtel- und Viertelfinale keine echten Kracher warten. Ich hoffe zwar auf den Titel, glaube aber nicht wirklich daran.

An wen spielen Sie den Steilpass weiter, der jetzt erst einmal für ein einige Wochen in die Sommerpause geht ?
An Pascal Grün vom TSV Kirchehrenbach. Wir hatten im Gymnasium in Ebermannstadt zusammen Sport und sind richtig gute Freunde geworden. In der Jugend und letzte Saison haben wir häufig gegeneinander gespielt.