Doch alle Zweifel, dass es nach vier Siegen in Serie nicht zu einem weiteren Erfolg reichen könnte, stellten sich als unbegründet heraus. "Wir waren taktisch sehr gut eingestellt. Hinten haben wir wenig zugelassen und immer dann Druck gemacht, wenn es nötig war", fasste der stellvertretende HEC-Pressesprecher Stefan Hobner zusammen. Dazu lieferte Goalie Ronny Glaser wieder eine tolle Leistung ab, Martin Vojcak avancierte mit drei Treffern zum Matchwinner.

TSV Peißenberg - Höchstadter EC 3:4

Erst 40 Sekunden waren gespielt, da mussten die Gäste eine Schrecksekunde wegstecken: Jiri Ryzuk krachte mit dem Kopf gegen die Bande. Doch nachdem er am Kinn genäht wurden war, ging es für den Verteidiger weiter, und der HEC übernahm die Initiative. Daniel Jun passte zu Ales Kreuzer, dessen Schuss abgewehrt wurde. Doch Thilo Grau stand goldrichtig und staubte zum 0:1 ab (3.). Die Alligators blieben am Drücker und schlugen in doppelter Überzahl eiskalt zu: Tomas Urban brachte Martin Vojcak in Position, der aus spitzem Winkel auf 0:2 erhöhte (7.). In der Folge war der HEC auf Sicherung des Vorsprungs bedacht, während die Eishackler nicht noch höher in Rückstand geraten wollten - weitere Chancen waren rar.

Powerplay geht in die Hose

Ins zweite Drittel nahmen die Gäste eine Hypothek von vier Minuten Unterzahl mit, da Ryzuk zunächst von der Strafbank aus zusehen musste. Und das nutzten die Gastgeber aus, als Birkner den mitgelaufenen Pfaff bediente, der Goalie Ronny Glaser zum 1:2 überwand (23.). Der HEC war um eine schnelle Antwort bemüht, doch das eigene Powerplay ging gehörig in die Hose. Ein leichtfertig hergeschenkter Puck leitete einen Konter der Eishackler ein, den der US-Amerikaner Ryan Bohrer zum Ausgleich nutzte (24.). Auf der anderen Seite scheiterten Patrik Dzemla (26.) und Richard Stütz (30., 31.), dazu fing sich Spielertrainer Daniel Jun eine zehnminütige Disziplinarstrafe ein (27.). Doch der HEC fand sich auch ohne seinen Leader gut zurecht: Nach Vorarbeit von Kreuzer passte Daniel Sikorski die Scheibe in Überzahl zu Vojcak, der die Alligators wieder auf die Siegerstraße brachte (31.). Danach zogen sich die Gäste erneut zurück und sicherten die Führung.

TSV setzt alles auf eine Karte

Das Schlussdrittel war von vielen Zeitstrafen und damit einigen Überzahl-Situationen für beide Teams geprägt. Auf Höchstadter Seite zeigte Glaser im Kasten ein ums andere Mal seine Klasse und seine Vorderleute bereiteten mit zwei Mann mehr auf dem Eis einen weiteren feinen Spielzug vor, den abermals Vojcak mit 2:4 krönte (53.). Peißenberg setzte nun alles auf eine Karte, und tatsächlich gelang Bohrer 38 Sekunden vor Schluss der Anschlusstreffer. Aber der HEC verteidigte in den letzten Augenblicken geschickt und hatte noch Pech mit einem Pfostentreffer.

Die Statistik zum Spiel

TSV Peißenberg - Höchstadter EC 3:4 (0:2, 1:1, 2:1)

TSV Peißenberg: Tor: Barth, Resch; Verteidigung: Weiß, Pfaff, Singer, Lenz, Ebentheuer;
Angriff: Bohrer, Fl. Barth, Hörndl, Stowasser, Andrä, Malzatzki, Estermaier, Feistle, Müller, Birkner

Höchstadter EC: Tor: Glaser, Schnierstein; Verteidigung: Ryzuk/Knaup, Stütz/Sikorski, Babinsky;
Angriff: Urban/Vojcak/Funk, Jun/Grau/Kreuzer, Tratz/Lenk/Dzemla

SR: Manuel Vorgeitz, Holger Gast, Salvatore Vacca
Zuschauer: 400

Tore: 0:1 Grau (3.), 0:2 Vojcak (7.), 1:2 Pfaff (23.), 2:2 Bohrer (24.), 2:3 Vojcak (31.), 2:4 Vojcak (53.), 3:4 Bohrer (60.)
Strafzeiten: 18 / 20 + 10 (Jun)