Damit tankten sie Selbstvertrauen für das wichtige Heimspiel gegen Waldkraiburg. Die staubedingte Verzögerung des Spielbeginns und ein dezimierte Kader machten den HEC nicht nervös, nach fünf Pleiten am Stück belohnten sich Daniel Jun und Co. einmal wieder.


EHV Schönheide - Höchstadter EC 3:4

In den ersten Minuten waren beide Teams darauf bedacht, keine Fehler zu machen, was gut gelang: Torchancen blieben hüben wie drüben aus. Das änderte sich erst mit der ersten Strafzeit gegen die Gastgeber. Die Alligators wussten die numerische Überlegenheit zu nutzen; über Martin Vojcak und Dan Heilman kam der Puck zu Spielertrainer Daniel Jun, der von der blauen Linie zum 0:1 traf (6.). Mit der Führung im Rücken übernahmen die Gäste nach und nach das Ruder und erspielten sich einige Möglichkeiten, die aber nichts einbrachten. In der 15. Minute visierten die Gastgeber dann zum ersten Mal das Tor von HEC-Goalie Philipp Schnierstein an, doch Jenka verfehlte das Ziel knapp. Dann war wieder Höchstadt an der Reihe: Vojcak schoss daneben (16.), ehe Tomas Rousek nach Pass von Jun den Puck zum 0:2 unter die Latte nagelte (18.). EHV-Verteidiger Björn Schenkel wollte vor dem Treffer einen Regelverstoß gesehen haben und beschimpfte die Offiziellen, was ihm zehn Minuten Disziplinar- und eine Spieldauerstrafe einbrachte.

In zweiten Drittel sah es zunächst danach aus, als könnte Schönheide die Wende herbeiführen. Nachdem Schnierstein zweimal pariert hatte, versenkte Trolda den zweiten Nachschuss zum Anschlusstreffer (22.). Doch die Alligators wurden nicht nervös. Nach Vorarbeit von Lukas Lenk setzte Vojcak mit einem Diagonalpass Jun in Szene, der die Scheibe aus der Halbdistanz direkt zum 1:3 links oben im Tor unterbrachte (26.). Weil sich ein weiterer Schönheider wegen Beinstellens eine Spieldauerstrafe abholte, hatte Höchstadt danach fünf Minuten Überzahl, doch Markus Babinsky und zweimal Kreuzer verpassten es, den Sack zuzumachen. Das 1:4 fiel trotzdem - unter gütiger Mithilfe von EHV-Goalie Glatzel, der einen weiten Pass von Schnierstein abfing und Kreuzer ausspielen wollte. Das ging in die Hose, der Gästestürmer hatte keine Mühe (39.).

Im Schlussdrittel taten die Alligators nur noch das Nötige, während Schönheide Haltung wahren wollte und jeweils in Überzahl durch Trolda (43.) und Kostourek (60.) erfolgreich war. Letztendlich waren diese beiden Treffer aber nur Ergebniskosmetik, der Sieg des HEC geriet nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Mit etwas Glück hätten die Gäste ihre Torekonto noch aufbessern können, doch Kreuzer sowie Patrik Dzemla scheiterten und Jun traf aus der Distanz nur den Pfosten des verwaisten EHV-Tores (58.).


Die Statistik zum Spiel

EHV Schönheide - Höchstadter EC 3:4 (0:2, 1:2, 2:0)

EHV Schönheide: Tor: Glatzel (41. Neumann); Verteidigung: Schenkel, Sanwald, Seifert, Glück, Wenter, Schusser, Hoffmann; Angriff: Vrba, Jenka, Gulda, Abert, Trolda, Becker, Varianov, Kostourek, Zerbst, Pronath

Höchstadter EC: Tor: Schnierstein, Metz (E); Verteidigung: Vojcak/Babinsky, A. Lenk/Ryzuk, Stütz/Wiedl;
Angriff: Jun/Rousek/L. Lenk, Kreuzer/Dzemla/Cejka, Heilman/Tratz/Seelmann

SR: Patrick Altmann, Lisa Linnek, Martin Schewe
Zuschauer: 379

Tore: 0:1 Daniel Jun (6.), 0:2 Tomas Rousek (18.), 1:2 Stephan Trolda (22.), 1:3 Daniel Jun (26.), 1:4 Ales Kreuzer (39.), 2:4 Trolda (43.), 3:4 Kostourek (60.)
Strafminuten: 11 +10+20 (Schenkel) + 20 (Sanwald) / 8