Den Jugendcup in Baiersdorf wollten die Turnerinnen der TS Herzogenaurach nutzten, um die eigene Leistungsfähigkeit für die im Herbst anstehenden bayerischen Mannschaftsmeisterschaften zu testen. Aufgrund der hohen Temperaturen wurde der Schwebebalken aus Sicherheitsgründen weggelassen, sodass die Sportlerinnen sich nur noch in den Disziplinen Boden, Sprung und Barren miteinander maßen.
Am Ende des Tages zeigten sich die TSH-Trainer Gunda Schäfer, Astrid Winkelmann, Steffen Eckstein und Peter Müller sehr zufrieden. Alle ihre Turnerinnen hatten saubere Übungen gezeigt und zwei erste, einen zweiten und vier dritte Plätze erstritten. Mit einem siebten Platz als schlechteste Platzierung durften sich die TSH-Mädchen zudem über ein überragendes Teamergebnis freuen, was auf gute Leistungen beim Bayernpokal im Herbst hoffen lässt.

Mut zur halben Schraube

Bei den Jüngsten zeigte die noch siebenjährige Amelie Roy schöne und saubere Übungen an allen Geräten und verpasste am Ende das Treppchen ganz knapp um 0,07 Punkte. Einen guten Wettkampf ohne große Fehler machte auch Klara Losdorfer, die am Ende auf Rang 7 kam. In der Altersklasse 2005 erturnte sich Emilie Endlich mit einem super Sprung den dritten Platz. Auch am Boden präsentierte sie eine gute Übung, lediglich am Barren musste sie einen Sturz in Kauf nehmen. Knapp dahinter landete Maile Chan auf dem vierten Platz, die einen guten Wettkampf machte und vor allem am Boden überzeugen konnte. Sania Berschneider war körperlich etwas angeschlagen, kämpfte sich aber trotzdem durch und landete am Ende mit nur 0,03 Punkten Rückstand auf die Fünftplatzierte auf Rang 6 und ließ damit weitere acht Turnmädels hinter sich.
Bei den Elfjährigen durften sich beide Herzogenauracher Starterinnen über einen Treppchenplatz freuen. Sie bewegten sich am Boden gut und überzeugten vor allem am Barren mit einer schwierigen Übung, wofür sie auch an beiden Geräten die höchsten Wertungen dieser Altersklasse erhielten. Lena Brauburger konnte am Sprung leider nicht ganz ihre Leistung abrufen, durfte sich aber am Ende über einen tollen zweiten Rang freuen.
Ihre Vereinskollegin Fiona Adamczweski probierte am Sprung das erste Mal eine halbe Schraube in der ersten und eine halbe in der zweiten Flugphase, wofür sie leider sehr viel Abzug bekam, da sie am Sprungtisch noch einmal nachgreifen musste. Mit einem normalen Handstütz-Überschlag hätte sie diesen Wettkampf sehr wahrscheinlich gewonnen. Jedoch sollten die neuen Übungen getestet werden, und sie durfte sich am Ende dank ihrer tollen Leistungen an den anderen Geräten trotzdem über den Bronzerang freuen.
Auch im Jahrgang 2003 holte die TSH mit Melina Winkelmann einen Podestplatz. Sie zeigte an allen Geräten schöne Übungen, leider brachte sie am Boden ein Teil durcheinander, was sie viele Punkte kostete. Am Ende durfte sie sich über den guten dritten Platz freuen. Auch die anderen beiden Turnerinnen aus Herzogenaurach, Caroline Winkler und Carlotta Rörig, schlugen sich bei 14 Teilnehmern mit Platz 5 und 6 sehr gut.
Beim Jahrgang 2002 dominierte die Herzogenauracherin Chiara Ebner und sicherte sich mit über drei Punkten Vorsprung den ersten Platz. Sie punktete vor allem am Sprung mit ihren halben Schrauben, aber auch am Barren turnte sie sehr sauber und flüssig. Am Boden zeigte sie das erste Mal einen Vorwärts- und Rückwärts-Salto.
Im teilnehmerstärksten Wettkampf der Jahrgänge 2001 und älter mit 22 Starterinnen, landeten die TSH Mädchen im vorderen Drittel. Miriam Müller siegte aufgrund konstant guter Leistungen an allen drei Geräten. Lena Völkl beendete den Wettkampf nur 0,03 Punkte hinter der Zweitplatzierten aus Eckental. Auf den Rängen 5 bis 7 reihten sich Rica Eckstein, Franziska Jauernig und Alicia Madlangbayan ein und demonstrierten so die Dominanz der TSH in diesen Jahrgangsstufen.