Zwei Abstiege und eine Reduzierung von vier auf zwei Mannschaften. Für die Volleyball-Abteilung der TSG Weisendorf gibt es in diesen Tagen keine guten Nachrichten. Ein Lichtblick versteckt sich hinter der neuen Dreifachturnhalle im Ort, die spätestens 2018 fertig sein soll.

Seit 5. März stand fest, dass die TSG-Mädels aus der Kreisliga Nord absteigen, "den Klassenerhalt haben wir aber am ersten Spieltag verspielt", sagt Trainer Jürgen Strässer. Damals verlor sein mit Neuzugängen gespicktes, aber von Ausfällen geplagtes Team in eigener Halle gegen die direkten Konkurrenten aus Baiersdorf/Marloffstein und vom Post-SV Nürnberg II.


Frauen treten in Kreisklasse an

Aus Personalmangel wird die TSG für die kommende Saison nur noch eine Frauenmannschaft melden, die - wie schon die "Zweite" bisher - in der Kreisklasse Nord antritt. Ob es bei einem Ligaerhalt mit Damen-Kreisliga-Volleyball in Weisendorf weitergegangen wäre? "Das hätte ich mir schon vorstellen können", spekuliert Strässer. Doch nach nur vier Zusagen aus seinem 14 Spielerinnen umfassenden Kader führt kein Weg an einem Rückzug vorbei. Lediglich Beate Schmidt, Bianca Berger, Christine Wenkheimer und Spielführerin Anna Eigen wollten auch 2016/2017 für die TSG aufschlagen.

"Die anderen sind junge Mütter, bauen ein Haus, müssen sich für Prüfungen vorbereiten oder haben Schichtdienst", zählt der 57-Jährige die Gründe auf. Sein Team sei schon während der Saison meist nur zu sechst oder siebt angetreten. Unter dem bisherigen Zweite-Mannschafts-Trainer Thomas Schmidt erhofft sich der TSG-Vorsitzende personell Entspannung. Seine Karriere als Coach beendet Strässer nämlich nach Jahrzehnten als Spielertrainer bei den Herren in seiner Heimatstadt Hennef und in Weisendorf sowie bei den TSG-Damen. Dazu beigetragen haben könnte auch, dass die SG Baiersdorf/Marloffstein gegen den Tabellenführer Altdorf II mit 3:0 gewann. Ein Sieg, den sich der scheidende Übungsleiter nicht erklären kann.

In seiner Funktion als Vereinschef muss er sich allerdings nach wie vor auch um die Herrenmannschaft kümmern, die den Klassenerhalt in der Bezirksklasse Nord ebenfalls nicht geschafft hat. Besonders bitter: Der Vorletzte, TSV Ebermannstadt, holte in der gesamten Saison nur einen Sieg, ließ die TSG, die zwei Erfolge verbuchte, aber hinter sich. Möglich macht das die Regel, nach der die unterlegen Mannschaft auch einen Zähler bekommt, wenn sie erst im Entscheidungssatz unterliegt.

Genau wie bei den Frauen schmettert im Herrenbereich ab der kommenden Spielzeit nur noch eine Weisendorfer Mannschaft. Die Akteure der bisherigen Reserve werden sich dafür an etwas mehr Einsätze gewöhnen müssen, denn in der Kreisliga Nord standen nur vier Begegnungen auf dem Programm, in denen die TSG nur einen Satz gewann. Trainer bei den Männern bleibt Martin Schäfter.


Lichtblick Dreifachturnhalle

Trotz der geballten Negativmeldungen schöpft Strässer Hoffnung für die Zukunft des Vereins. Spätestens 2018 soll die neue Dreifachturnhalle fertig sein. Während die Tischtennis-Abteilung der TSG bereits einen Aufschwung verzeichne, könne er sich dann auch wieder Zulauf für den Volleyball-Bereich vorstellen. "Vielleicht kratzen wir dann an der 1000-Mitglieder-Marke", erklärt Strässer.