Erst 30 Sekunden nach seiner Einwechslung, als er sein ersten Foul beging, bemerkten die Schiedsrichter den Fehler. Laut Regel ist das Spiel damit als verloren zu werten. Die Longhorns hoffen nun, dass der Verband Gnade walten lässt, weil Donhauser ja nur eine halbe Minute auf dem Platz stand. Denn rein sportlich hatte sich die TSH in einer hochklassigen Begegnung den Sieg redlich verdient.

TS Herzogenaurach - VfL Treuchtlingen 79:75


Vor knapp 450 Zuschauer spielten die Aurachstädter wie aus einem Guss. Der alles überragende Mike Kaiser (27 Punkte) lieferte sein wohl bestes Saisonspiel ab und dominierte seine Gegenspieler nach Belieben. Doch auch die Treuchtlinger spielten gut mit und fanden in Fabian Ferschl (24) ihren Punktegaranten. So stand es nach dem ersten Viertel 18:17 für die Hausherren. Der zweite Durchgang verlief ähnlich ausgeglichen. Der furios spielende Markus Person (14) und der agile Sebastian Schiele liefen jetzt etliche Fast-Breaks und kamen zu leichten Punkten. In der Verteidigung zeigten Adrian Dlugosch, Maurkus Krempels und Rajiv Althaus, dass sie mittlerweile gelernt haben, defensiv die Zone zu dominieren. Die Baskets hielten durch Claudio Huhn(20) und Ferschl dagegen. Immer wieder zogen sie mit viel Tempo zum Korb, was ihnen eine knappe 33:32-Führung einbrachte.
Auch im dritten Viertel konnte sich keine Mannschaft absetzen. Die TSH forcierte jetzt den Zug zum Korb. Klappte dies nicht, fanden sie die freien Mitspieler, die die Würfe dann auch trafen. Hier tat sich vor allem das umsichtig agierende Aufbauduo Benedikt Aumeier und Moritz Hüttel hervor. Hüttel, der sein erstes Saisonspiel für die Longhorns absolvierte, zeigte, dass er wichtiger Faktor werden kann. Mit guten Pässen setzte er seine Mitspieler gekonnt ein und erzielte selbst acht Punkte, was dazu führte, dass die TSH wieder hauchdünn vorne lag - 55:54.
Im letzten Viertel übernahmen jetzt die Longhorns das Spiel. In der Defensive wurde die Intensität erhöht und vorne übernahmen Mike Kaiser und Benedikt Aumeier den Großteil der Punkteproduktion, aber auch Moritz Hüttel und Rajiv Althaus trugendazu bei, dass Herzogenaurach vier Minuten vor Schluss auf 69:61 davon gezogen war. Jetzt fingen die Baskets das Foulen an, in der Hoffnung, dass die Herzogenauracher die daraus resultierenden Freiwürfe nicht verwerten würden. Doch die Longhorns blieben konzentriert und brachten den Sieg über die Zeit.
"Wir müssen in die Zukunft schauen und die nächsten Spiele gewinnen, sodass das Ergebnis keinen Einfluss auf den Saisonausgang hat. Wir haben heute ein grandioses Spiel gemacht und darauf lässt sich aufbauen", erklärten die TSH-Trainer Angelos Plantzas und Peter Simon nach dem Spiel.