Bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses informierte Bürgermeister Heinrich Süß, dass der Spielplatz "Zum Dachsknock" im Ortsteil Buch neu gestaltet wird und die Lieferung und Montage der Spielgeräte beschränkt ausgeschrieben wurde.

Von drei eingegangenen Angeboten war die Firma Mini-Mobil aus Herzogenaurach der günstigste Bieter. Wie der Bürgermeister erklärte sollen sechs Spielgeräte zum Bruttopreis von etwas über 36 000 Euro beschafft werden. Im Preis enthalten sei sowohl die TÜV-Abnahme als auch die Montage. Die Modellierung des Platzes wird der Bauhof übernehmen.


Günther Vogel ist verärgert

Der Vortrag des Bürgermeisters brachte Günther Vogel (BWG-FW) etwas in Rage: "Das ist richtig viel Geld und einige Bilder der bestellten Geräte wären sehr hilfreich gewesen", meinte Vogel verärgert. So sollten die Gemeinderäte schon wissen, über welche Geräte sie abstimmen sollen, denn unter den vom Bürgermeister aufgezählten Geräten könnten sich die wenigsten etwas vorstellen. "Wir sollten schon wissen, für was das Geld ausgegeben werden soll, schließlich kommen dazu auch noch die Kosten des Bauhofes und das kann sich schnell auf bis zu 50 000 Euro summieren", kritisierte Vogel die Vorgehensweise des Bürgermeisters.

"Sei nicht so knausrig", warf Ludwig Paulus (SPD) ein. Das hat mit Knausrigkeit nichts zu tun, meinte Vogel und stimmte dann auch gegen den Beschlussvorschlag.

Der Spielplatz in Buch führte schon 2016 zu einer Diskussion bei einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, zu der die Grünen einen Antrag zur Neugestaltung stellten und forderten, dafür 80 000 Euro in den Haushalt einzustellen. So rede Weisendorf ständig von Lebensqualität und jungen Familien: aber das Vertrösten sei langsam ärgerlich. "Die Spielplätze sind im Hintertreffen und jedes Jahr stehen 30 000 Euro im Haushalt bereit, seit acht Jahren ist nichts passiert", konterte damals Christiane Kolbet von den Grünen, nachdem der Bürgermeister erklärte, dafür 50 000 Euro bereitzustellen.

Auch über eine formlose Bauvoranfrage zum Anbau eines Einfamilienwohnhauses an das bestehende Wohnhaus und der Grundstücksteilung im Ortsteil Reuth hatte der Bau- und Umweltausschuss zu befinden. Der Antragsteller möchte das Grundstück teilen und wegen der dann entstehenden Grundstücksgröße kleiner als 600 Quadratmeter würde eine Abweichung vom Bebauungsplan "Reuth" entstehen. Außerdem seien nur Einzelhäuser zulässig und das geplante Wohnhaus würde die Baugrenze überschreiten und die Lage der Garage würde außerhalb der Baugrenze liegen.

Die Verwaltung wies darauf hin, dass im Bebauungsplangebiet bereits eine ähnlich Grundstücksteilung erfolgte, aber mit Einzelhäusern bebaut wurde. Nach kurzer Diskussion wurde dem Antragsteller das Einvernehmen für die geplante Grundstücksteilung und zu den Abweichungen vom Bebauungsplan in Aussicht gestellt.