Zum Auftakt der Oberreichenbacher Kerwa hatte Bürgermeister Klaus Hacker (FWG) bereits am Donnerstagabend Gemeinderäte und die Bürgermeister der benachbarten Kommunen in die Brauerei Gasthaus Geier eingeladen. In gemütlicher Runde tauschte man sich aus.

Zum Kerwaswochenende wird in Oberreichenbach jedes Jahr der Ortskern zu einer Feiermeile umgestaltet. Den Ortsmittelpunkt beherrschen diverse Buden, eine Schiffschaukel und ein temporäres Vereinsheim für die Kerwasmadli und Kerwasburschen, das zur Versorgung und bei nicht so gutem Wetter zum Unterstellen, generell aber zum Überwachen des Kerwasbaums dient. Denn das Schmuckstück soll als Zeichen für die Kerwa die Festzeit unbeschadet überstehen.

Bewährt hatte sich der Kerwasgottesdienst am Freitagabend, der sehr gut besucht war. Erst danach nahm Hacker den Bieranstich vor. Drei Schläge reichten ihm, dann noch und einen zur Sicherheit für das Fässchen.

Für die Kerwasburschen und Kerwasmadli, die sogar in einem eingetragenen Verein organisiert sind, bedeutete vor allem das Baumaufstellen am Samstag, die Kräfte zu sammeln.

Der Baum mit seinen 28 Metern wurde im Korporationswald geschlagen und von Winfried Czech mit einem Eicher-Oldtimer aus dem Jahr 1955 eingeholt. Für den Nachwuchs war zusätzlich ein elf Meter langer Baum aus dem Wald präpariert worden. Die Baumkrone wurde geschmückt, der Kranz angebracht. Alles war in den fränkischen Farben rot und weiß gehalten, an der Spitze fand eine Frankenfahne ihren Platz. Danach war für die Kerwasburschen unter dem Kommando von Michael Maier Schwerarbeit angesagt. Die Zeremonie begleiteten Musiker, die zum größten Teil Mitglieder der Jugendkapelle Aurachtal sind.