Das Gerüst steht noch, ist jedoch verwaist. Das kleine Lager der Handwerker am Schulgelände ist geräumt. Baustillstand an der Höchstadter Realschule? Nicht direkt.

"Die Arbeiten am Dach sind abgeschlossen", erklärt Schulleiterin Jutta Romeis. Weil die Holzkonstruktion, die das Dach getragen hatte, morsch war, musste sie erneuert werden. "Es wurden nun Metallschienen verwendet, damit sind wir auf der sicheren Seite." Die Verbindungen zwischen Blechen und Träger seien nun besser. Einzelne Bleche, die seitlich ausgerissen waren, wurden ebenfalls ausgetauscht, die meisten Dachelemente konnten jedoch wiederverwendet werden. "Wir sind froh, dass dieser aufwendige und kostenintensive Bereich nun geschafft ist", sagt Romeis und betont, dass sie dem Landratsamt dankbar für die gute Zusammenarbeit ist.

Für die Sicherheit

Aus Sicherheitsgründen hat das Landratsamt festgelegt, dass die Blechpaneele, beziehungsweise deren morsche Unterkonstruktionen am gesamten Realschulgebäude saniert werden sollen, teilt Pressesprecherin Hannah Reuter-Özer auf Anfrage mit. Die Paneele schließen an dem Wärmedämmverbundsystem der Außenwand an, das infolgedessen im Anschlussbereich auch mit saniert werden musste.

Rund 414 000 Euro kosten die Arbeiten an dem Gebäude. Auf die Frage, warum die Sanierung nötig war, nachdem das Gebäude erst 15 Jahre alt ist, antwortet Reuter-Özer: "Aus Sicherheitsgründen war die Sanierung nötig, da die Blechpaneele bei Sturm abgerissen werden und unkontrolliert zu Boden fallen können."

Das Gerüst wurde deshalb nicht abgebaut, weil noch Verputzarbeiten anstehen, sagt Schulleiterin Romeis. Die Fassade muss noch an die neuen Bedachungsbleche angebunden werden. Das kann aber erst erfolgen, wenn es auch nachts stabile Plusgrade gibt, weil der Putz keinen Frost verträgt.

"Wir haben uns aber gut mit den Gerüsten arrangiert. Die stören nicht", so Romeis. Außerdem sollte es ja nicht mehr lange dauern, bis es warm genug ist.

Nach der neuen Heizung und einer neuen Jalousien-Technik war das nun der Abschluss der Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen.

"Auch unsere Innenhöfe und Terrassen wurden im Zuge dessen schön hergerichtet. Wir sind wirklich sehr zufrieden", betont Romeis. Nun sei die Schule auf einem guten Stand, größere Arbeiten seien weiter nicht geplant. Möglicherweise werde die eine oder andere vergraute Stelle nachgestrichen, wenn die Gerüste sowieso stehen.

Auch wird über einen Schriftzug nachgedacht. "Das ist aber noch nicht sicher. Entscheiden muss das Landratsamt."