Weil der katholische Kindergarten mehr Platz für eine Krippengruppe braucht und die Betreuungszeiten deutlich gestiegen sind, reichen aber bereits jetzt die Kapazitäten nicht aus. Auch eine Unterbringung in Einrichtungen der Nachbargemeinden ist nicht möglich. Die Gemeinde muss daher zum kommenden Kindergartenjahr eine Übergangslösung für bis zu 25 Kinder schaffen.

"Wir sind zur Vorhaltung der Betreuungsplätze verpflichtet und möchten dieser Verpflichtung auch nachkommen", betonte Bürgermeister Ludwig Wahl (FW) in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Zu diesem Zweck soll das Erdgeschoss des Alten Rathauses entsprechend umgestaltet werden. Architekt Harald Fuchs stellte die Pläne vor. "Wir müssen hier nur kleinere Eingriffe vornehmen", so das Fazit. Von einem bereits vorhandenen Gruppenraum müssten lediglich eine Garderobe und ein Personalraum abgetrennt werden. Eine Küchenzeile und sanitäre Einrichtungen wären vorbehaltlich einer kindgerechten Umrüstung ebenfalls im Gebäude vorhanden. Fuchs schlug zudem vor, bei dieser Maßnahme zugleich die energiewirtschaftlich nicht mehr sinnvollen Nachtspeicheröfen umzurüsten und das Gebäude zukünftig über die Zentralheizung des Schulhauses zu versorgen. Für den Umbau rechnet die Gemeinde mit Kosten von rund 71 000 Euro. Eine ebenfalls angedachte Container-Lösung wäre um 10 000 Euro teurer gewesen, gab Wahl zu Protokoll.

Für die Umrüstung der übrigen Nachtspeicheröfen im restlichen Gebäude sowie den bereits länger geplanten Einbau eines Behinderten-WC kämen weitere Kosten von ungefähr 53 500 Euro hinzu. Die Kinderzentren "Kunterbunt", ab 2021 ohnehin Träger der neuen Kita am Schulsportplatz, wurden als Betreiber gewonnen. Zu einem möglichen Betreuungskonzept und Öffnungszeiten soll es laut Wahl in der nächsten Woche erste Informationen auf der Webseite des Trägers geben.