Zu einem Gesamtpreis von etwa 3500 Euro war das beschädigte Kreuz vom Restaurator Erwin Rösch aus Gräfenhäusling wiederhergestellt worden.

Beeindruckend sei für Dekan Kilian Kemmer die Reaktion vieler Menschen aus der Pfarrgemeinde und der ganzen Stadt gewesen, als im Mai ein Jugendlicher, mit seinen 16 Jahren schon dem Alkohol verfallen, das Kreuz mutwillig zerstörte. "Er wusste nicht, was er tat", so Kemmer, "weil er bisher nie von Gott, vom Glauben und vom Wert religiöser Symbole erfahren hatte. Ich hoffe und wünsche ihm von ganzem Herzen, dass er die christliche Botschaft, die ich ihm versucht habe, zu vermitteln, überdenkt und als hilfreich für sein Leben erfährt. Ich bin dankbar, dass sich dieser Jugendliche nun aus freien Stücken in eine Entziehungskur begeben hat, um neu anzufangen. Wir vergeben ihm von ganzem Herzen, ohne es ihm nachtragen zu wollen."

Ministerpräsident a. D. Günther Beckstein, der von einer Veranstaltung im Raum Leipzig nach Höchstadt kam, traf als Vertreter der evangelischen Synode erst kurz nach Ende der Segnung ein und erklärte: "Ich bin froh, dass ich noch dabei sein durfte. Danke für die Geduld und das Ausharren. Das Kreuz ist das Symbol für Menschenwürde. Jeder Mensch ist Gottes Ebenbild, jeder Mensch hat dieselbe Menschenwürde. Ich bedanke mich, dass das Kreuz restauriert wurde und dass man dem Jugendlichen vergibt, der es zerstört hatte."