Helmuth P. Schuh aus Neustadt an der Aisch hat schon viele Radrennen gefahren. Auch für wohltätige Zwecke. So erinnert er sich an eine Tour 1999 nach Luxemburg. "Wir haben die Kilometer verkauft; 7300 Kilometer sind so für den Kampf gegen den Krebs zusammengekommen." Zu solchen Radtouren ist er durch eine ähnliche Krankheitserfahrung wie Lance Armstrong gekommen. Nur mit dem Doping hat er es nicht wie der Amerikaner gehalten.

Seit Schuh im Ruhestand ist, nennt er seine Tätigkeit Benefiz organisator. Im dritten Jahr schon richtet er geführte Radtouren überwiegend im Neustadter und Fürther Raum aus, deren Erlös jedes Mal für einen guten Zweck bestimmt ist. Über 160.000 Euro sind so schon zusammengestrampelt worden.

In Neustadt war es sogar eine ganze Woche - mit insgesamt über 300 Teilnehmern. "Am Dienstag, 30. Juli, ging es zum Beispiel mit 44 Leuten zum Ursprung der Aisch", berichtet Schuh. Zwischenstation war die Kaserne in Illesheim. Da konnten die Radler an einer Hubschrauber-Flugsimulation teilnehmen.

Freilich fallen dem Radelprofi auch die kleinen Schwierigkeiten für Radler auf. So führt der Aischtalradweg 500 Meter an der Quelle vorbei. Um direkt hinzukommen, muss man entweder die Bundesstraße queren oder einen Umweg über einen Schotterweg radeln. Solche Malaisen erwarten die Teilnehmer der Kreissparkassen-Etappe von Höchstadt nach Neustadt nicht.

Für die Tour "Auf den Spuren des Aischgründer Karpfens" hat Schuh eben die Kreissparkasse als Tourpaten gewonnen. Durch eine doppelte Verbindung. Schuh war lange Jahre bei der Sparkasse Fürth tätig, und Kreissparkassenchef Herbert Fiederling ist selber ein begeisterter Radler.

"Ich finde es toll, wenn Menschen in Bewegung sind", sagt Fiederling "noch dazu in unserer tollen Landschaft." Als Tourpate verdoppelt die Kreissparkasse die eingegangenen Teilnehmergebühren von fünf Euro pro Person. "Der Gesamtbetrag kommt zu 100 Prozent dem guten Zweck zu", versichert Schuh. Denn die Nebenkosten wie die Radlerversicherung und auch Eintrittsgelder finanziert er über weitere Sponsoren.

Als Empfänger wurde für die Höchstadter Tour die "Aktion Menschen helfen im Landkreis Erlangen-Höchstadt" ausgewählt. Der Verein wurde von Irlinger initiiert und hat die Aufgabe, dann mit materieller Hilfe einzugreifen, wenn die "Amtshilfe nicht greift. Irlinger erinnert sich an Medikamentenzuzahlungen oder Musikschulgebühren.